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Polizei trennt "Mahnwache" und Gegenkundgebung

Pfiffe gegen rechte Parolen Polizei trennt "Mahnwache" und Gegenkundgebung

Mit Trillerpfeifen, Trommeln und Trompeten haben am Sonntagabend rund 150 Bürger gegen die zweite „Mahnwache“ des rechtsgerichteten „Freundeskreises Thüringen/Niedersachsen“ am Duderstädter Ehrenmal protestiert. Starke Polizeikräfte trennten die beiden Kundgebungen am Obertor.

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Gegenkundgebung zum "Freundeskreis"-Treffen am Duderstädter Mahnmal am Obertorteich .

Quelle: Richter

Duderstadt. Dort reihte sich ein Mannschaftswagen der Polizei an den anderen –  ein ungewohnter Anblick in Duderstadt. Der von Otto Moneke geleitete Polizeieinsatz samt einer Hundertschaft aus Hannover endete „ohne besondere Vorkommnisse“.  

Lars Steinke, Jugendfunktionär der Alternative für Deutschland (AfD), hat an den Sonntagen bis Weihnachten unter dem Motto „Für den Frieden, ein sicheres Europa und die Zukunft unserer Kinder“ weitere Mahnwachen des „Freundeskreises“ in Duderstadt angemeldet. 65 Teilnehmer – darunter viele Thüringer – stellten am Sonntag Grablichter am Ehrenmal auf. In Redebeiträgen wurde gegen die „Hetze von Presse und Regierung“ und „linken Gesinnungsterror“ gewettert, die Sicherung der Grenzen gefordert, gegen die Pfiffe der Gegendemonstranten „Wir sind das Volk“ skandiert. Menschen, die sich „berechtigte Sorgen um ihre Heimat machen“, würden diffamiert, hieß es.

Foto: Richter

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Dem Aufruf von SPD, WDB (Wählergemeinschaft Duderstädter Bürger) und Grünen zur Gegenkundgebung hatte sich auch die Grüne Jugend Göttingen unter dem Motto „Es gibt kein ruhiges Hinterland“ angeschlossen. Nachdem Steinke in Göttingen deutlichen Gegenwind gespürt habe, versuche er offensichtlich, sich in der Peripherie eine Bühne für die Verbreitung seines nationalistischen und rassistischen Gedankengutes zu schaffen, teilte die Grüne Jugend mit. Auch Steinke meldete sich im Vorfeld der Duderstädter „Mahnwache“ zu Wort – gegen eine „Verunglimpfung“  des Freundeskreises „als rechtsextrem“ und gegen „linksextreme Meinungsterroristen“. Er habe bei der Polizei Anzeige erstattet, weil auf seinem Grundstück in der Nacht zum Freitag zwei Mülltonnen angezündet und die Hausfassade mit dem Spruch „Seit Duderstadt ist Jagd eröffnet, Steinke“ beschmiert worden seien.

Vertreter des Parteienbündnisses aus SPD, WDB und Grünen kündigten Protestaktionen  auch gegen die nächsten Kundgebungen des „Freundeskreises Thüringen/Niedersachsen“ in Duderstadt an. Die sind laut Auskunft der Stadtverwaltung für 13. und 20. Dezember jeweils um 17 Uhr angemeldet worden.

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