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Pontifikalamt in St. Cyriakus in Duderstadt

150 Jahre St. Martini Pontifikalamt in St. Cyriakus in Duderstadt

Seit 1866 haben die Vinzentinerinnen im Duderstädter St.-Martini-Krankenhaus gewirkt. Kranke und Alte begleitet, geholfen, Leiden gelindert, Kinder mit zur Welt gebracht. Dieses 150-jährige Wirken wird am Sonntag mit einem Pontifikalamt in St. Cyriakus durch Bischof Norbert Trelle gewürdigt.

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Schwester Cárola.

Quelle: Tietzek

Duderstadt.  „Wer Hilfe benötigt, bekommt sie von uns“, sagt Sr. Cárola Brun, Oberin des St.-Martini-Krankenhauses. Dabei habe sich vieles verändert. „Heute müssen wir auch nach draußen hören, hin zu den Menschen gehen, die nicht einfach so zu uns kommen“, so die 75-Jährige: „Stillstand ist Rückstand.“

Seit längerer Zeit käme es für Krankenhäuser darauf an, sich zu spezialisieren, etwa auf Geriatrie oder auf Diabetes. „Kurze Wege“ für die Bevölkerung und ein gutes Gesamtpaket sei dabei wichtig. Seit 1976 bilden die Vinzentinerinnen der Kongregation der Barmherzigen Schwestern vom heiligen Vinzenz von Paul in der Krankenpflegeschule ihren Personalbedarf selbst aus. Mehr als 350 Mitarbeiter zählt derzeit das St.-Martini-Krankenhaus. Längst helfen Ehrenamtliche bei der Betreuung mit.

„Unsere Schwestern werden auch immer älter“, bedauert Sr. Cárola. Doch manche fänden hier ihre Berufung: Sie selbst sei 1958 im Krankenhaus mit Vinzentinerinnen in Berührung gekommen, mehr als 50 Jahre ist sie nun selbst Ordensfrau. Sie folgte damit den ersten drei Vinzentinerinnen, die 1865/66 in Duderstadt, nach einem Vertrag mit dem Duderstädter Bürgermeister und der Heiligenstädter Bergschwestern, ihre Arbeit in der Krankenbetreuung vor Ort aufnahmen.

„Liebe sei Tat“, lautet der Wahlspruch der Vinzentinerinnen. Aus dem Hospital für 22 Kranke, entstand das heutige, moderne Gesundheitszentrum im Untereichsfeld.
Am Sonntag, 14. Februar, zelebriert der Hildesheimer Bischof Norbert Trelle ein Pontifikalamt in der Basilika St. Cyriakus als Würdigung für das 150-jährige Wirken der Barmherzigen Schwestern in Duderstadt.

Das St.-Martini-Krankenhaus

Das St.-Martini-Krankenhaus versorgt pro Jahr mehr als 6000 stationäre und mehr als 10000 ambulante Patienten, etwa 350 Kinder kommen zur Welt. Bereits 1347 erwähnt eine Urkunde ein „Hospital vor dem Westertore“. Die Kapelle, die noch heute besteht, wird 1448 neu errichtet.

1865/66 kommen die ersten Vinzentinerinnen nach Duderstadt, 1908 erfolgt ein Neubau des Krankenhauses. 2006 wird der Altbau des Altenpflegeheims abgerissen und neu gebaut.

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