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Problem illegal entsorgter Altreifen wächst

Müllsammelaktion Problem illegal entsorgter Altreifen wächst

Illegal in der Feldmark abgelegte Autoreifen werden zu einem immer größeren Problem. Das hat die Müllsammelaktion in Bilshausen gezeigt. Die Kosten für die Entsorgung muss die Gemeinde tragen. Auch für Landwirte sind die wild abgelegten Reifen ein Problem.

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„Kosten, auf denen wir alle sitzen bleiben“: Die Entsorgung wild abgelegter Reifen muss die Gemeinde bezahlen.

Quelle: Hellmold

Seit 35 Jahren organisiert der Heimat- und Verkehrsverein (HVV) in Bilshausen die Umweltschutzaktion. „Wir waren mit 30 Helfern aus den ansässigen Vereinen im gesamten Areal in und um Bilshausen herum unterwegs“, berichtet Georg Engelhardt, Vorsitzender des HVV. Das rund 290 Hektar große Gebiet sei in fünf Gruppen durchkämmt worden, jeweils mit Trecker und Anhänger, um den Müll zur Sammelstelle an der Carl-Strüber-Sporthalle zu transportieren. 

„Viel Plastik ist dabei gewesen, aber insgesamt haben wir erheblich weniger Unrat gefunden als in den Vorjahren“, berichtet Engelhardt. „Das liegt wohl am Dosenpfand“, so seine Einschätzung. Ein vom Landkreis kostenlos zur Verfügung gestellter Container sei fast vollständig mit Restmüll gefüllt worden, ein zweiter für Metall bereitgestellter Abfallcontainer sei hingegen annähernd leer geblieben. 

Auf ein „leidiges Problem“, das sich in den letzten Jahren verstärkt hat, weist Engelhardt hin: die illegale Entsorgung von Altreifen. „20 Reifen, teilweise noch mit Stahlfelgen, haben wir in der Feldmark gefunden.“ Die Entsorgung müsse die Gemeinde übernehmen, da die Reifen nicht in den Restmüllcontainer geschmissen werden dürften. „Das sind Kosten, auf denen wir alle sitzen bleiben“, so Engelhardt. 

Problem für Landwirte

Die Problematik von illegal entsorgten Autoreifen kennen auch die Landwirte in der Region. Teilweise legen Autofahrer, die Entsorgungsgebühren nicht bezahlen wollen, ihre ausgedienten Pneus an Silohügeln ab. 

„Jeder Landwirt muss aufpassen, dass er nicht auf den Kosten für die Entsorgung von untergeschobenen Reifen sitzen bleibt“, erklärt Kreislandwirt Hubert Kellner. Er appelliert deshalb an jeden Bürger, sich umgehend bei Landwirten oder Behörden zu melden, wenn er auf Spaziergängen in der Feldflur vermeintliche Umweltsünder beim Abladen von Altreifen entdecke.

                                                                                                                                         Von Björn Dinges

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