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Profilkurs Darstellendes Spiel des Eichsfeldgymnasiums führt „Alice im Wunderland“ auf

Alice träumt Profilkurs Darstellendes Spiel des Eichsfeldgymnasiums führt „Alice im Wunderland“ auf

An zwei Abenden hat der Profilkurs Darstellendes Spiel der neunten Klassen des Eichsfeldgymnasiums Duderstadt „Alice im Wunderland“ in der Astrid-Lindgren-Schule aufgeführt. „Es war der krönende Abschluss“, sagte Anna Fiedler im Anschluss an die Aufführung – auch für die Lehrerin persönlich. Ende des Schuljahres wird sie Duderstadt Richtung Göttingen verlassen.

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Auf dem Weg ins Wunderland: Alice träumt.

Quelle: Müller

Duderstadt. Seit November hatte sich der Kurs mit dem Werk von Lewis Carroll beschäftigt. Drei Jahre Darstellendes Spiel hatten sie da hinter sich gebracht, Figuren erarbeitet, Text gelernt. Der Profilkurs Kunst steuerte das Bühnenbild bei.

Alice, so beginnt die Geschichte, schläft ein, verliert sich in einer fiktiven, märchenhaften Welt, in der Zeit nichts zählt, in der kluge blaue Raupen Ratschläge erteilen und Flamingos als Croquetschläger dienen. Da hilft es nicht, dass Alice bittet, sie möge nicht unter Verrückte kommen. „Oh, das kannst du wohl kaum verhindern“, antwortet ihr die Grinsekatze.

Verrückt und genial inszenierten sich die Schüler. Sieben Schauspieler verkörperten alleine die eine Alice. Ziel der Stoffauswahl, so Fiedler, sei gewesen, „alle auf die Bühne zu bekommen“: die Teegesellschaft, die Raupe, die sprechenden Blumen, den weißen Hasen.
Bis heute hält die Adaption des Stücks in Popkultur, auf Bühnen und auf der Leinwand ununterbrochen an. Auch die Duderstädter Inszenierung hielt sich nicht haarklein an der Vorlage auf. Geschickt verwoben die Schüler Szenen aus der Fortsetzung. Eierkopf Gogglemoggle, im Englischen als Humpty Dumpty bekannt, sprach englisch. Jedoch wiederholte Alice alles auf Deutsch, sodass auch die kleinen Besucher allem folgen konnten.

Oder sie wandten sich in ihrer Rolle ans Publikum. Die Klavierbegleitung von Antonia Wüstefeld ließ das Theater stellenweise zum Musical werden. Besonderen Szenenapplaus bekam die Grinsekatze, gespielt von Greta Ernst. Herrlich böse spielte Elisa Kellmann die Herzkönigin, die sich, außer mit Gewinnen beim Croquetspiel, am liebsten mit der Verhängung von Todesurteilen beschäftigt: „Köpft sie! Köpft sie!“, war dann von ihr zu hören.

Von Gunnar Müller

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