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Karnevalisten auf Kirchenbänken

Propst predigt im Zweigespräch mit Miraculix Karnevalisten auf Kirchenbänken

Farbig kann die Basilika St. Cyriakus dank des neuen Lichtkonzepts bei jedem Gottesdienst sein. Am Sonnabend, 7. Januar, dürfte das Bild in der Kirche aber besonders bunt ausfallen: Dann feiern die Karnevalisten ihre Messe zum Auftakt der Session.

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Quelle: Archiv

Duderstadt. Narrenkappen und Uniformen, Clown-Nasen und Kostüme dürfen sich ab 17 Uhr in den Kirchenbänken wiederfinden. "Selbstverständlich darf kostümiert kommen, wer das möchte", läft Propst Bernd Galluschke Mitglieder der Karnevalsvereine und Garden in der Region an, sich an dem Gottesdienst zu beteiligen - und auch Christen, die eine "lustige, aber auch ernsthafte Messe erleben möchten". In seiner Predigt werde er beides thematisieren, kündigt der Propst an. Was genau er ansprechen werde, verrät er noch nicht. Aber eines lässt er doch schon durchblicken: Die Predigt wird ein Zwiegespräch zwischen ihm und Miraculix, dem Dorf-Druiden bei Asterix und Obelix, sein. Der Dialog werde unterhaltsam, aber auch kritisch sein.

Statt Liedern aus dem Gotteslob werde es Musik "und eine Überraschung" mit der Mingeröder Brass & Drum Band geben, kündigt Galluschke an, der selbst eine enge Verbindung zum Mingeröder Karneval hat: "Das ist eine tolle Truppe", sagt der Träger des Pannkauken-Ordens und Mitglied im Mingeröder Carnevals Verein (MCV). Auch das Tanzmariechen des Ortes werde zu sehen sein, verspricht Galluschke, zudem wollen die Kinder der Minigarde aus Hilkerode auftreten.

Nachdem im vergangenen Jahr keine Karnevalsmesse stattgefunden hat, dürften sich die Narren der Region wieder auf die besondere Messe zur Sessionseröffnung freuen. Bei ihrer Premiere jedenfalls fand sie großen Anklang und im Anschluss viel Lob. "Der Gottesdienst soll eine Würdigung der Arbeit der Karnevalisten sein", erklärt Galluschke. Die Jäger hätten die Hubertusmesse, die Schützen den Schützengottesdienst, da habe es für ihn nahe gelegen, auch den Karnevalisten in der katholisch geprägten Region einen einen Gottesdienst anzubieten. "Wir leben in einer Karnevals-Hochburg", erklärt Galluschke und verweist auf den engen Zusammenhang zwischen Karneval und Katholizismus.

Den "vielen Kirchgängern" und denen, die es bisher nicht so intensiv seien, wolle er den Segen mitgeben. Außerdem hätten die Narren eine schöne Gelegenheit, sich in voller Montur zu präsentieren.
Dass es in dem Gottesdienst eher unüblich zugeht - mit einer ungewöhnlichen Predigt, wenn auch keiner Büttenrede, Gardetänzen und Marschmusik, bedeute für ihn die Wiederaufnahme einer alttestamentarischen Tradition: "Auch in der Kirche darf getanzt werden", sagt er.

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©Richter