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Protest gegen AfD in Duderstadt

Kundgebung gegen Treffen Protest gegen AfD in Duderstadt

Gegen Treffen der rechten Szene in Duderstadt machen SPD, WDB und Grüne mobil. Sie rufen zu einer Kundgebung gegen eine  Veranstaltung auf, die der Göttinger AfD-Jugendfunktionär Lars Steinke am Sonntag um 19 Uhr am Mahnmal für die Kriegstoten am Obertorteich angemeldet hat.

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Quelle: Schauenberg

Duderstadt. Seit Wochen marschieren im Obereichsfeld unter dem Motto „Ein Licht für Deutschland“ rechte Gruppierungen auf, um gegen die Flüchtlingspolitik Stimmung zu machen. Von der Öffentlichkeit weitgehend unbemerkt haben sich auch in Duderstadt am vergangenen Sonntag rund 60 Aktivisten aus der rechten Szene zu einer Kundgebung getroffen. Weitere Treffen am Duderstädter Ehrenmal im Namen eines Freundeskreises Thüringen/Niedersachsen hat Steinke an allen Sonntagen bis zum Jahresende beim Ordnungsamt angezeigt.

 

Das bestätigt die städtische Justitiarin Annelore von Hof. Unter dem Motto „Für den Frieden, ein sicheres Europa und die Zukunft unserer Kinder“ seien kurze Reden und das Aufstellen von Kerzen angekündigt worden. Ein Genehmigungsverfahren sei nicht nötig, da die Gruppierung nicht als verfassungsfeindlich verboten sei und nicht gegen geltendes Recht verstoße. Steinke ist vor zwei Jahren aus dem Vorstand des Kreisverbandes der Alternative für Deutschland (AfD) ausgeschieden und Vorsitzender der Göttinger Hochschulgruppe der Jungen Alternative, der Jugendorganisation der AfD. Linke Aktivisten und die Grüne Jugend werfen ihm vor, extrem rechte Ansichten zu vertreten.

 

Die Duderstädter Grünen, SPD und WDB wollen am Sonntag gegen die Kundgebung der Rechtspopulisten am Mahnmal protestieren. Hans-Georg Schwedhelm (Grüne) hat in unmittelbarer Nähe am Denkmal „Die Geknechtete“ eine Veranstaltung zu „Flucht, Krieg und Gewalt“ angemeldet – mit dem Ziel, möglichst viel Lärm zu machen. „Wir wollen erreichen, dass sich kein Einwohner der Stadt Duderstadt das Gedankengut der rechten Gruppierung anhören muss“, heißt es im gemeinsamen Aufruf der drei Ratsparteien. An die Bevölkerung wird appelliert, mit Pfeifen, Tröten, Musikinstrumenten und Töpfen zum Mahnmal zu kommen, um den lautstarken Protest zu unterstützen.

 

„Wir werden beide Veranstaltungen mit angemessenen Kräften begleiten“, sagt Duderstadts Polizeichef Otto Moneke. Zu den Auflagen gehört, dass die beiden Kundgebungen räumlich getrennt sein müssen und nicht den Verkehr behindern dürfen.

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