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Protokoll: Mitarbeiter der Duderstädter Verwaltung widersprechen Vorwürfen

Kritik „ehrabschneidend“ Protokoll: Mitarbeiter der Duderstädter Verwaltung widersprechen Vorwürfen

Wegen eines möglicherweise fehlerhaften Protokolls zur Stadtratssitzung im Mai ist scharfe Kritik an der Verwaltung der Stadt Duderstadt laut geworden. Gegen die Vorwürfe wehren sich jetzt Mitarbeiter der Stadt.

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Quelle: dpa (Symbolbild)

Duderstadt. „Tief verletzt“ seien die Unterzeichner eines Briefes an Bürgermeister Wolfgang Nolte (CDU), dass ihnen eine „Verfälschung des Protokolls“ unterstellt werde. Die Darstellung, dies sei geschehen, um einen „Fehler zu vertuschen“, sei „unwahr und ehrabschneidend“. Das Protokoll beinhaltet einen Beschluss zur Befahrbarkeit eines Teiles der Innenstadt. In einer Übersicht der Fußgängerzone fehlten Abschnitte. Die Kritiker sahen darin den versteckten Versuch einer Entwidmung der Fußgängerzone.

 

„Wir haben auch bei diesem Thema nach bestem Wissen und Gewissen gehandelt und mit daran gearbeitet, die zeitlich enge Sitzungsfolge und die teilweise emotionale Beratung gut vorzubereiten, zu begleiten und objektiv wiederzugeben“, wehren sich die Unterzeichner gegen die Vorwürfe. „Sollten hierbei Fakten und Beratungsergebnisse nicht korrekt beurteilt beziehungsweise wiedergegeben worden sein, dann tut uns das aufrichtig leid.“ Für die zukünftige Zusammenarbeit, die die Mitarbeiter weiter „hochmotiviert, fachlich kompetent und möglichst fehlerfrei“ leisten wollen, sei ein „angemessener und respektvoller Umgang miteinander“ die Voraussetzung.

 

Nolte zeigte sich von der „absolut unangemessenen Darstellung“ der Kritiker tief betroffen. Er bekundete Solidarität mit den Mitarbeitern der Verwaltung: „Die Reaktion der an der Gesamtangelegenheit verantwortlich mitarbeitenden Kollegen kann ich nachvollziehen und teile sie“, schreibt er in einer Stellungnahme zu dem Brief. Zur objektiven Aufarbeitung der in der Diskussion befindlichen Sach- und Rechtslage trügen er und die Verwaltung natürlich bei.

 

Die Weiterleitung des Briefes an die Presse bezeichnen Mitglieder der SPD in Duderstadt als „einen nicht nachzuvollziehenden Vorgang“. Doris Glahn, Matthias Schenke und Dagmar Kohnke unterstellen Nolte ein Ablenkungsmanöver von eigenen Fehlern. „Wie kann der Bürgermeister – der nach der Geschäftsordnung des Rates ausschließlich für das Protokoll verantwortlich ist – es aktiv unternehmen, Mitarbeiter, die mit der ,Protokollaffäre´ nicht das Geringste zu tun haben, ausdrücklich als Verantwortliche zu benennen?“ Die Opposition habe niemals Mitarbeiter der Verwaltung beschuldigt.

 

Die Genehmigung des Protokolls oder dessen Änderung obliegt nun dem Stadtrat. Er tagt am Donnerstag.

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©Richter