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Sieben Anklagen und viele offene Fragen

Prozess in Duderstadt Sieben Anklagen und viele offene Fragen

Drei Fahrräder soll er gestohlen und sich in einem Supermarkt bedient haben, zudem in einen Friseursalon eingebrochen sein und Geld von einem fremden Konto abgehoben haben: Am Duderstädter Amtsgericht zeigte sich ein 24-Jähriger teils geständig, teils wollte er sich nicht erinnern können.

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Duderstadt. Entsprechend blieb einiges unklar hinsichtlich der sieben Straftaten, die die Staatsanwaltschaft in die Anklage aufgenommen hatte. Richter Michael Pietzek setzte einen weiteren Verhandlungstermin an.

Im vergangenen Sommer soll der 24-Jährige in Geldnot gewesen sein. Zwar konsumiere er „ein bisschen“ Rauschgift, das Geld aus den Diebstählen und dem Computerbetrug, die die Staatsanwaltschaft zur Anklage gebracht hatte, habe er aber verwendet, um Schulden „aus früheren Sachen“ zu bezahlen und sein Leben zu finanzieren, sagte der Angeklagte aus.

Gestohlene Fahrräder zur Auswahl angeboten

Er soll im Juli und August drei Fahrräder gestohlen und selbst benutzt beziehungsweise zum Verkauf angeboten haben. In zwei Fällen gab der Angeklagte dies zu. An das rostrote Rad, das er einem Bekannten außer einem grünen zur Auswahl angeboten haben soll, wollte er sich aber nicht erinnern können. Auch sei er nie auf dem Stadtberg gewesen, wo das Rad entwendet wurde. Die Besitzer des auffälligen „Dirt Bikes“ berichteten, sie hätten das Rad nach seinem Verschwinden über die sozialen Netzwerke gesucht - und in der Nachbarschaft die Information erhalten, es sei zum Verkauf angeboten, aber schließlich abgelehnt worden, „weil die Farbe nicht gefiel“, so der Besitzer.

Diebstahl im Friseursalon ja, Föhnklau nein

Seither sei es weg. Ebenso wie die 500 Euro Bargeld, die der Angeklagte aus einem Friseursalon gestohlen haben soll. Der Angeklagte gab zu, sich durch ein Fenster Zutritt zum Ladenlokal verschafft und das Geld genommen zu haben. Für das Verschwinden von Lockenwicklern und Haartrockner sei er aber nicht verantwortlich. Dass er aus einem Supermarkt in Duderstadt an einem Tag zunächst einige Getränkedosen und später eine Flasche Whiskey hatte mitgehen lassen, gestand er ebenso ein. Auch, dass er den Whiskey wiederum zu Geld machte.

Dass er aber in einem Whats-App-Chat mit der um 350 Euro betrogenen Besitzerin einer gestohlenen EC-Karte zugegeben habe, auch in diesem Fall der Täter gewesen zu sein, räumte der Mann nicht ein. Die schriftliche Kommunikation sei über eine Handy-Nummer gelaufen, die er gar nicht mehr gehabt habe. Er habe die Texte nicht verfasst. Zur Klärung der offenen Fragen ist nun ein weiterer Termin angesetzt. Die Hauptverhandlung soll am Donnerstag, 17. November, fortgesetzt werden.

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©Richter