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Puppenspiel als Gewaltprävention in der St.-Urusla-Schule Duderstadt

"Rocky oder vom Umgang mit Gewalt“ Puppenspiel als Gewaltprävention in der St.-Urusla-Schule Duderstadt

 „Rocky oder vom Umgang mit Gewalt“ heißt das Puppenspiel, das die Polizisten der Präventionspuppenbühne der Polizeidirektion Göttingen in der St.-Urusla-Schule zeigten. Die Fünftklässler diskutierten anschließend über ihre eigenen Erfahrungen, über Ängste und über Hilfe füreinander.

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Im Puppenspiel macht Rocky seinem Schulkameraden Max das Leben zur Hölle.

Quelle: Richter

Duderstadt. „Puppenspiel hat keine Altersbegrenzung. Die Zuschauer sind unmittelbar im Geschehen, die Wirkung ist nachhaltig“, sagt Polizeioberkommissar Martin Napp, der seit 1998 mit der Präventionspuppenbühne unterwegs ist, seit 2008 hauptberuflich. Mit seinen Kolleginnen Petra Osburg und Gudrun Nixdorff spielt er mit Handpuppen das Stück um den Stinkstiefel Rocky, der seinem Schulkameraden Max das Leben zur Hölle macht. Was mit fieser Anmache beginnt, geht über Körperverletzung und Erpressung – „Kohle oder Kloppe“ – bis zur Anstiftung zur Straftat. Max soll klauen, um seine „Schulden“ bei Rocky zu begleichen und dafür keine weiteren Schläge einzukassieren. Mitschülerin Lisa bemerkt, wie Rocky den schüchternen Max unter Druck setzt. Sie überwindet ihre Angst, als Petze dazustehen und meldet die Vorfälle dem Vertrauenslehrer, der sich sofort für Max einsetzt. Das Ende der Geschichte bleibt dennoch offen.

„Wer das Schweigen bricht, bricht die Macht des Täters“, appelliert Nixdorff an die Schüler, nicht zu schweigen. Dass Lisa nicht gepetzt, sondern Max geholfen habe, erkennen die Kinder sofort. Sie finden, dass Lisa sehr mutig war. Auf Nixdorffs Frage, wer schon Angst gehabt habe, gehen viele Finger nach oben. „Angst hat jeder mal. Aber man muss wissen, wo es Hilfe gibt“, sagt die Polizistin. Die Schüler nennen selbst mögliche Hilfspersonen: Freunde, Eltern, Lehrer, Bus-Scouts oder auch die Polizei.

Der Verein zur Förderung der Methode Puppenspiel in der Kriminal- und Verkehrsprävention (VPKV) erklärt, dass die Nachhaltigkeit des Puppenspiels  zur Lernzielvermittlung  besonders hoch sei. „Bis zu 90 Prozent der Zuschauer kann sich nach einem Jahr noch an das Puppenstück erinnern. Bei vielen hat es sich ein Leben lang eingebrannt.“ ny

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