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Radpilger machen Station bei den Maltesern in Duderstadt

1400 Kilometer auf Bistumsgrenzen Radpilger machen Station bei den Maltesern in Duderstadt

Rund 50 Radpilger auf Tour rund um die Grenzen des Bistums Hildesheim haben am Dienstagmittag Station in Duderstadt gemacht. Duderstadts Propst Bernd Galluschke empfing die Radler und spendete den Reisesegen.

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Radfahrer aus dem gesamten Bistum machen Halt in Duderstadt am Malteser-Zentrum und werden von Propst Bernd Galluschke begrüßt.

Quelle: Thiele

Duderstadt. Das katholische Bistum Hildesheim wird in diesem Jahr 1200 Jahre alt. Aus diesem Anlass hat sich am 23. Juli in Hameln eine Gruppe von 50 Radfahrern auf den Weg gemacht, um bis zum 7. August die Grenzen des Bistums mit dem Rad zu umfahren – immerhin gut 1400 Kilometer. Veranstalter sind das Bistum Hildesheim und die Malteser in der Diözese Hildesheim. Zum Abschluss, als Königsetappe, soll die Fahrt nach 15 Tagen auf dem Sattel nach Hildesheim zum Dom führen. Initiiert hatte die Fahrt der Wolfsburger Dechant Thomas Hoffmann, der bereits 2011 mit Pilgern von Hildesheim nach Madrid mit dem Fahrrad unterwegs war.

Seit Bleckede dabei war „Tour Roadie“ Raphael Ebenhoch. „40 Malteser helfen, zwei radeln immer mit“, sagte der Leiter der Duderstädter Malteser-Berufsfachschule am  Schützenring. Ein 15-Tonner mit Hänger und Küche fahre mit, so Ebenhoch, um unterwegs kochen zu können. Malteser hatten für die Radpilger eine Stärkung vorbereitet – im Gebäudeinneren, im Schatten angesichts der brennenden Sonne.  Nach der Harzetappe war die Gruppe am Morgen in Walkenried gestartet. Das Ziel an diesem Tag war Friedland, der südlichste Zipfel des Bistums. Der älteste Teilnehmer mit 81 Jahren ist Rolf Armbrecht aus Verden. „Ich bin eigentlich Fußpilger, für mich ist das schon eine Herausforderung“, sagte der Verdener. Für den Radrennfahrer vom Gehrdener Club „Stramme Kette“, Günther Wildner (71), war die Tour hingegen eher zu langsam. „Ab und zu werden wir losgelassen“, erzählte der Barsinghäuser. Die 36 Kilometer von Walkenried sei für die „Stramme Kette“-Truppe „gar nichts“.

War es in der ersten Woche noch kalt mit Dauerregen, verzichteten Teilnehmer in den letzten Tagen sogar auf das Zelt beim Übernachten. Zu einem „Lobe den Herrn“ als Weckruf setzte der Seeburger Organist Georg Schütte seine Trompete ein. Auch ein Akkordeon hat er dabei. „Ich bin neugierig auf die Menschen im Bistum“, sagte der 55-Jährige. Schütte macht die ganze Tour mit. Vor zwei Jahren habe ihn eine Krankheit zurückgeworfen, erzählte der Seeburger. „Jetzt versuche ich, wieder auf die Beine zu kommen.“ Während der Tour habe er bereits etliche Gelegenheiten bekommen, auf schönen Orgeln zu spielen.

Galluschke hatte die Radfahrer in der „katholischen Enklave“ begrüßt und über das Eichsfeld informiert. So berichtete er unter anderem über die Wallfahrtstradition in beiden Teilen des Eichsfelds und die Motorradwallfahrt am Sonntag. „Mit jedem Tritt in die Pedale, lass ein Gebet für die Menschen, für die wir unterwegs sind, bei Dir ankommen“, betete der Propst.

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