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Ramelow bekräftigt Demo-Kritik

Antifaschistisches Bündnis mobilisiert nach Bornhagen Ramelow bekräftigt Demo-Kritik

Der Thüringische Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) hat seine Kritik an einer geplanten Demonstration in Bornhagen bekräftigt. Unterdessen hat der Landkreis Eichsfeld die Anmeldung der antifaschistischen Demonstration in Bornhagen am Donnerstag, 5. Mai, bestätigt.

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Der Ministerpräsident von Thüringen, Bodo Ramelow.

Quelle: dpa

Bornhagen/Erfurt. Unter dem Motto „Weg mit den braunen Zonen, weg mit der AFD“ mobilisieren derzeit antifaschistische Gruppen aus Berlin, Halle und Eichsfeld nach Bornhagen. Eine Anmeldung der Demonstration liege vor, weitere Auskünfte über die Vorbereitungen von Ordnungsamt und Polizei wolle sie angesichts des laufenden Verwaltungsverfahrens aber nicht erteilen, sagte die Eichsfelder Landkreissprecherin Ingelore Hennecke dazu.

Rafael Seelig, Sprecher des Demonstrationsbündnisses, rechnet mit „mehreren Bussen aus Berlin, Halle und Jena“, die sich auf den Weg zu der Demonstration am Himmelfahrtstag machen werden. Zugleich betonte er, dass keine Kundgebung vor dem dortigen Wohnhaus des umstrittenen AFD-Politikers Björn Höcke geplant sei. Dieser hatte nach Medienberichten am Sonntag kritisiert, dass eine „linksextreme Organisation“ eine Demonstration nahe seines Wohnhauses angemeldet hatte.

„Das gehört sich nicht! Das sind Nazi-Methoden“, hatte der Thüringische Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) auf dem Kurznachrichtendienst Twitter das Vorhaben der Demonstranten kommentiert. Obwohl Höckes Politik für Fremdenfeindlichkeit und Intoleranz stehe, bekräftigte Ramelow, dass er sich „sehr prinzipiell gegen politische Manifestationen vor privaten Wohnsitzen" ausspreche. Via Twitter veröffentlichte Ramelow eine Karte des 300-Einwohner Dorfes Bornhagen, die verdeutlichte, dass eine Demonstration im kleinen Bornhagen schwerlich nicht an Höckes Wohnort vorbeiführen könne.

Seelig zufolge steht das aber nicht im Vordergrund: Aus seiner Sicht geht es vor allem um die Kritik an „Dörfern wie Bornhagen, wo die AFD schon vor der sogenannten Flüchtlingskrise Wahlergebnisse von über 30 Prozent einfahren konnte“. Außerdem will sich das Demonstrationsbündnis dem Aufruf unter dem Titel "Straigt to hell Bornhagen" zufolge mit den „wenigen Andersdenkenden der Region solidarisieren“. Insgesamt erwartet Seelig rund 200 Demonstrationsteilnehmer.

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