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Rassekaninchenschau in Duderstadt von F 144 mit Premiere

Neuer Star am Züchterhimmel Rassekaninchenschau in Duderstadt von F 144 mit Premiere

Idealgewicht, ein schöner, runder Po und ein makelloses Haarkleid: Diesen Idealen eifern nicht nur Fotomodelle nach, sondern auch die Eichsfelder Kaninchenzüchter vom Duderstädter Verein F 144. Allerdings weniger bei sich selbst als bei den Tieren, die unter ihrer Pflege wachsen und gedeihen.

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Neu in der großen Familie der Rassekaninchen: Zwergkaninchen Löwenkopf rhönfarbig.

Quelle: Thiele

Duderstadt. Wer als Rassekaninchen-Model den kritischen Blicken und Griffen der Prüfern standhalten konnte, der beschert seinem Besitzer nicht nur Freude und Stolz ob der erfolgreichen Zuchtarbeit, sondern auch eine hohe Punktzahl – erreicht werden können maximal 100 – und damit Anerkennung in Züchterkreisen.

An diesem Wochenende, 8. und 9. November, präsentiert der Verein in der Halle der Reisetaubenvereinigung Duderstadt „seine Ernte“, wie es Barbara Schneemann, Referentin für Öffentlichkeitsarbeit, formuliert. Die Veranstalter, die zwei Tage lang 160 Käfige aufgebaut, mit Heu und Stroh ausgelegt und mit Wasser- und Futterbehältern bestückt haben, hoffen dabei auf viele Besucher.

„Neben 160 Rassekaninchen aus 20 Rassen und Farbenschlägen bieten wir eine Tombola, eine Kaffeetafel und anregende Gespräche in gemütlicher Atmosphäre“, sagt Schneemann, selbst seit ihrem neunten Lebensjahr begeisterte Kaninchenzüchterin. Gemeinsam mit ihrem Mann Uli nennt die 49-Jährige rund 80 Tiere ihr Eigen. Das Hobby betreiben beide gemeinsam, züchterisch mache aber jeder sein eigenes Ding.

Löwenkopf als Rasse anerkannt

Während Barbara Schneemann ihr Herz an die Zwergwidder weiß Blauauge verloren hat – die niedlichen Tiere haben tatsächlich einen strahlend blauen Rand um die Augen – hat ihr Mann eine Leidenschaft für die Zwergwidder weiß Rotauge.

Aber wie bei fast jeder anderen Schau gibt es auch bei den 40 F-144-Züchern einen heimlichen Star. Zum ersten Mal wird eine neue Rasse der Öffentlichkeit vorgestellt: das Zwergkaninchen Löwenkopf rhönfarbig.

„Seit dem 1. Oktober ist der Löwenkopf als Rasse anerkannt und kann somit ausgestellt und punktemäßig bewertet werden. Gezüchtet wird er aber schon seit zehn Jahren“, sagt Heinz Ohnesorge aus Gerblingerode, in dessen Stall die ersten Löwenköpfe innerhalb des Vereins das Licht der Welt erblickt haben: „Mich reizt die besondere Rasse. Die einen sagen, es handelt sich um eine Mutation, die anderen meinen, hier wurde Angora mit anderen bunten Rassen eingekreuzt“.

„Das hatte ich aber noch nie“

Seit 54 Jahren betreibt der 60-Jährige die Kaninchenzucht mit Leib und Seele und hat schon die typischen Rassemerkmale der neuen Spezies parat: Backenbart, Stirnbüschel und Mähne, die sich unter dem Körper entlang bis zum Nacken zieht. Zwischen 1,4 und 1,8 Kilogramm darf ein Löwenkopf auf die Waage bringen.

Ob die Standards der jeweiligen Rasse eingehalten werden, das haben die beiden Prüfer Horst Felde und Marcus Turk gestern im Vorfeld der Ausstellung kontrolliert. Mit einem gekonnten Griff drehen sie nach der Gewichtskontrolle auch den noch so wildesten Rammler auf den Rücken und gehen dann eine Art Checkliste durch: Körperform – hinten sollten Kaninchen „schön rund“ sein – Fellstruktur, Deckfarbe, Abzeichen wie Augenringe oder Naseneinfassung, Unterfarbe und Pflegezustand müssen perfekt sein, um die 100 möglichen Punkte zu erreichen.

„Das hatte ich aber noch nie“, sagt Turk und Felde pflichtet ihm bei, „meist liegen die besten Tiere so bei 97 bis 98 Punkten, denn keins schon von Natur aus ist perfekt.“

Die F-144-Rassekaninchenschau im Taubenheim, Max-Näder-Straße, ist am Sonnabend und Sonntag, 8. und 9. November, jeweils von 9.30 bis 17 Uhr geöffnet.
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©Richter