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Rat Duderstadt verabschiedet Resolution gegen Rechts

Politiker treten für weltoffenes Duderstadt ein und begrüßen friedlichen Protest gegen „Freundeskreis“ Rat Duderstadt verabschiedet Resolution gegen Rechts

Die Mitglieder des Rates der Stadt Duderstadt haben am Donnerstagabend einstimmig eine Resolution verabschiedet. Darin treten die Kommunalpolitiker für ein weltoffenes, tolerantes Duderstadt ein, in dem Fremdenfeindlichkeit und Gewalt keinen Platz haben sollen.

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Der Duderstädter Rat begrüßt friedliche Protestaktionen gegen extremistische Bestrebungen.

Quelle: Schneemann

Duderstadt. Zugleich unterstützt der Rat friedliche Aktivitäten gegen extremistische Bestrebungen. Erst am Donnerstagmorgen hatten die Mitglieder des Verwaltungsausschusses einen Beschlussvorschlag entworfen, dem bereits am Abend alle Fraktionen einmütig zustimmten, erfuhren Ratsmitglieder und Zuschauer während der Sitzung. Die nun verabschiedete Resolution hebt darauf ab, dass in Duderstadt 20 000 Menschen „unterschiedlicher Religion, Herkunft und Tradition in einer Gemeinschaft und im gegenseitigen Respekt in einer freiheitlich-demokratischen Grundordnung“ zusammenleben. „Unzählige Ehrenamtliche“ hätten bei der Aufnahme und Integration von Flüchtlingen in den vergangenen Monaten „beispielhaftes Engagement“ gezeigt. Dafür gelte ihnen der Dank des Rates.

„Mit großer Sorge erleben wir nun aber allsonntäglich Kundgebungen des rechtsextremen ,Freundeskreises Thüringen / Niedersachsen‘ mitten in unserer Stadt“, heißt es in der Resolution weiter. „Mit diesen Veranstaltungen sollen Intoleranz, Fremdenfeindlichkeit, Rassismus und rechtsextreme, menschenverachtende Parolen verbreitet werden.“ Doch rechtsextremes Gedankengut sei für den Rat der Stadt „unter keinerlei Umständen akzeptabel“. „Wir werden rechtspopulistischen Gruppierungen wie dem ,Freundeskreis Thüringen / Niedersachsen‘ geschlossen und energisch entgegentreten.“ Zugleich begrüße der Rat „kreative und friedliche Aktionsformen und Initiativen gegen extremistische, demokratie- und fremdenfeindliche Bestrebungen als Ausdruck der Übernahme gesellschaftlicher Verantwortung und Vielfalt.“ Als Ratsvorsitzender Bernward Vollmer mit dem letzten Satz der Resolution geschlossen hatte, folgte Applaus aus allen Fraktionen: „Ein Klima von Hass, Gewalt oder Ausgrenzung darf es in Duderstadt nicht geben.“

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