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Rat Rhumspringe unterstützt Vorhaben einen Maststall zu errichten

Muhen im Stall, Ruhe im Ort Rat Rhumspringe unterstützt Vorhaben einen Maststall zu errichten

„Ja, ein Rind muht. Und nein, eine Lärmbelästigung ist für Anwohner in Rhumspringe nicht zu erwarten.“ Noch einmal haben Henrik Arend und Christian Glahn über ihr Vorhaben informiert, einen Maststall für rund 300 Tiere in der Rhumspringer Feldflur zu errichten.

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Einen Offenstall für 300 Bullen wollen die Landwirte Henrik Arend und Christian Glahn in Rhumspringe bauen. Der Rat der Gemeinde will dagegen keine Einwände gegenüber dem Landkreis Göttingen vorbringen.

Quelle: Schauenberg

Rhumspringe. Der Rat der Gemeinde wird nun dem Landkreis Göttingen als Genehmigungsbehörde sein Einvernehmen zu diesem Vorhaben mitteilen. Bei einer Enthaltung stimmten die Mitglieder des Rates geschlossen dafür.

„Die künftigen Inhaber haben bereits detailliert über ihre Pläne berichtet“, hatte zuvor Bürgermeister Franz Jacobi (CDU) die Ergebnisse einer Präsentation in einer Sitzung des Bauausschusses zusammengefasst: 300 Bullen sollen im Stall untergebracht werden, dazu eine Biogasanlage mit einer Leistung von 75 kW gebaut werden. Der überwiegende Anteil der Fahrten zum Stall solle aus Richtung Hilkerode über Feldwege in der Gemarkung Pöhlde erfolgen.

Die Betreiber hätten sich bereiterklärt, ein Teilstück von rund 150 Metern von der bestehenden Teerstraße zur Anlage hin auf eigene Kosten ausbauen zu lassen. Auch die dauerhafte Unterhaltung des Weges liege bei den Landwirten. „Es entstehen keine Kosten für die Gemeinde“, erklärte Jacobi.

Barbara Hose (CDU) nutzte die Gelegenheit, die Landwirte als Gäste der Sitzung zu hören, um offene Fragen anzusprechen: „Hört man die Bullen in Rhumspringe?“, erkundigte sie sich. „Die Biogasanlage verursacht schon mal keine Geräusche“, schickte Arend voraus. Der Offenstall für die Rinder werde mit einem verkleideten Giebel versehen, zudem solle an den Seitenwänden ein Windschutz angebracht werden, der rund 90 Prozent des Windes und eben Lärm abhalte.

„Exakt lässt sich die Geräuschentwicklung nicht vorhersagen“, erklärte Glahn. Doch immerhin befinde sich der Stall rund 600 Meter entfernt von der nächsten Bebauung. Außerdem führe die Hauptwindrichtung vom Ort weg. Das Geräusch von rasselnden Ketten werde es in ihrem Stall ebenfalls nicht geben, erklärte Glahn, da die Tiere frei gehalten würden.

Auch hinsichtlich einer verstellten Sicht konnten Arend und Glahn die Zuhörer beruhigen: Wenn die Nivellierung des Geländes erfolgt sei, dürfte der Stall kaum sichtbar sein.

An wenigen Tagen im Jahr werde es aber nötig sein, durch Rhumspringe zu fahren, bestätigten die Landwirte, als es um die Verkehrssituation um die Anlage herum ging. Es würden zum An- und Abtransport auch 40-Tonner eingesetzt. Zudem würde wenige Male im Jahr ein Treckergespann fahren, bei dem aber neueste Technik eingesetzt werde, um die Wege möglichst wenig zu belasten. „Die Verkehrsbelastung wird nicht viel größer, da auch jetzt schon abgefahren wird“, erklärte Arend.

Alternativstandorte hätten sie geprüft, erklärte Arend auf Nachfrage. Doch sowohl das Gelände der Papierfabrik seien ungeeignet, als auch ein Standort in der Nähe des Familienbetriebes der Arends. Im ersten Fall sei die Nähe zur Rhume schlecht für das idealerweise trockene Stallklima, im zweiten Fall die Entfernung zum Ort nicht groß genug.

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©Richter