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"Knöpfchendrücken" zum Stadtgeburtstag

Ratsessen beim Duderstädter Schützenfest 2016 "Knöpfchendrücken" zum Stadtgeburtstag

Einen Schnelldurchlauf durch die Ereignisse der zwölf Monate seit dem Schützenfest 2015 hat Bürgermeister Wolfgang Nolte (CDU) am Sonnabend beim Ratsessen präsentiert. Dabei stellte er die positiven Entwicklungen heraus, nannte aber auch Herausforderungen, denen sich die Duderstädter. Zu stellen hatten.

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Quelle: Harald Wenzel

Duderstadt. Mit dem aktuellsten und auch auffälligsten Pluspunkt in der Stadt begann Nolte seinen Redebeitrag im Vorfeld des Essens, das der Rat der Stadt Duderstadt traditionell zum Schützenfest im Bürgersaal des Rathauses ausrichtet. "Die Straßen in Blau-Gelb zu sehen und die Menschen, die gut drauf sind - das bereitet heute Freude", lobte der Bürgermeister die Unterstützung, die die Schützengesellschaft Duderstadt von 1302 in der Bevölkerung erfahre, ebenso wie das ehrenamtliche Engagement unter anderem in der Flüchtlingshilfe. In diesem Zusammenhang zitierte er drei Sätze aus der Resolution, die der Rat einstimmig verabschiedet habe, um die Haltung gegenüber "ungebetenen und manchmal nur schwer erträglichen Gästen" zu verdeutlichen und sich für gelebte Demokratie und Weltoffenheit auszusprechen.

160709-dud-ratsessen-HW; Ratsessen der Schützen in Duderstadt, Rathaus, mit Wolfgang Nolte; HW

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In die Reihe schöner Bilder fügte er ein, dass die bepflanzten Kreisverkehrsplätze derzeit Auswärtigen wie Einheimischen Lust auf die "blühende Stadt Duderstadt" machten. Doch nicht allein der äußere Schein mache das Positiv-Profil der Stadt aus: Am Breiten Anger werde gebaut, die Arbeitslosigkeit liege bei nur 4,5 Prozent, sagte Nolte. Er erinnerte an die ersten Monate des Jahres 1986. Damals habe es rund 26 Prozent Erwerbslose gegeben. "Traumhaft", sei die Entwicklung seither verlaufen, so Nolte. Der Zukunftsvertrag stehe, es mache Freude ohne Kassenkredite leben zu können, führte Nolte fort. Er lobte das Engagement der Eigentümer, die an der Sanierung von 40 Gebäuden im Stadtgebiet im Zuge der Städtebauförderung beteiligt seien. Außerdem berichtete er von rund 140 Grundstücksverkäufen in den vergangenen eineinhalb Jahren. 34 der Käufer seien unter 30 Jahren, nur neun älter als 60 gewesen. Spielplätze, öffentliche Einrichtungen, Krippen und Schulen seien in gutem Zustand. Der Inklusive Campus, der manch einem noch "geheimnisvoll" erscheine, sei angeschoben. Wichtige Schritte zur Verbesserung der Verkehrsanbindung seien durch die Freigabe der Ortsumgehung bei Westerode erreicht. Alle Umfahrungen würden gebraucht, bekräftigte Nolte sein Engagement um den Lückenschluss nach Thüringen. Er und Landtagsabgeordneter und Ehrenbürgermeister Lothar Koch (CDU) verfolgten dieses Ziel bereits seit Jahrzehnten. Die verbesserte Versorgung mit WLAN wie auch die kabelgebundene Anbindung im Stadtbezirk bedeuteten einen "Quantensprung", so Nolte. Auch für Hilkerode und Brochthausen, die nicht in den 05527-Vorwahlbereich fallen, wünsche sich Nolte diese Entwicklung. Er versprach, bis zum Stadtgeburtstag am 16. September werde "das Knöpfchen gedrückt".
Verbesserungen seien im Bereich Brand-, Hochwasser- und Katastrophenschutz zu leisten. Außerdem müssten zusätzlich zu den Sanierungen bedarfsorientierte Wohnbaugebiete zur Verfügung gestellt werden. Die Verkehrsinfrastruktur bedürfe einer Anpassung der Linien und der Preise. "Die Schraube muss nach unten gedreht werden", forderte Nolte, mahnte aber zur Vernunft.
Hinsichtlich der Radwegverbindungen und Ortsdurchfahrten sei bereits vieles unternommen, einiges aber sei noch zu tun. Als "spektakuläre Aufgabe" bezeichnete Nolte zudem, den Erhalt der Bäder zu sichern. Gemeinsam mit dem Landkreis, den Landtags- und Bundestagsabgeordneten gelte es diese Herausforderungen zu stemmen, sagte Nolte. Und gemeinsam mit den Bürgern der Region. Diese bildeten eine "starke Truppe", eine Bürgergemeinde im besten Sinne.

Broschüre für den "Jahrhundert-Hauptmann"

Wenige Tage vor seinem 91. Geburtstag hat Ernst-Wilhelm Werner ein erstes, sehr besonderes Geschenk erhalten. Die Schützengesellschaft der Stadt Duderstadt hat ihren "Jahrhundert-Hauptmann", so nannte ihn Schützenhauptmann Hans-Georg Kracht am Sonnabend, mit einer Broschüre gewürdigt.
Das Schützenfest 2015 habe ganz im Zeichen des 90. Geburtstages des Ehrenhauptmanns gestanden, begründete Kracht, an dieses Ereignis zu erinnern. Unter anderem hatten die Schützen einen gemeinsamen Festakt verbracht und eine Ausstellung in der Sparkasse mit Werken Werners gezeigt. Darin waren unter anderem Malereien des Duderstädters zu sehen, der zahlreiche Ehrenscheiben gestaltet hat. Die Lust an Farbe und Pinsel habe er auch im hohen Alter nicht verloren, berichtete Kracht über Werner. Derzeit beschäftige sich dieser mit bildlichen Darstellungen von Krippen, die voraussichtlich Ende des Jahres zu sehen seien.
Die 52 Seiten starke Broschüre sei die dritte zu einem runden Geburtstag Werners, erklärte Kracht den Gästen des Ratsessens im Bürgersaal des Rathauses. Sie steht unter dem Titel "Ehrenhauptmann Ernst-Wilhelm Werner zum 90. Geburtstag am 18. Juli 2015 - Ein Leben für das Schützenwesen in Duderstadt und im Eichsfeld". Eine "ungewöhnliche Schützenbiografie" haben Mitglieder des Arbeitskreises Historisches Schützenwesen verfasst. Zu den Autoren gehören dabei Hermann Tallau, der sich mit der "Kulturellen Komponente der Schützengesellschaft der Stadt Duderstadt seit 1302" beschäftigt. Maria und Reinhard Hauff liefern mit einer "Galerie der Schützenhauptleute" ein "außergewöhnliches Geburtstagsgeschenk". Ehrende Worte von Bürgermeister Wolfgang Nolte (CDU) und Kracht sowie Beiträge von Stefan Grus und Günter Reimann sowie zahlreiche Presseartikel aus dem Eichsfelder Tageblatt und viele Fotos sind in dem Heft veröffentlicht, das bei Mecke Druck und Verlag gedruckt wurde. Eine "fantastische Leistung", lobte Kracht.

Schützenschrank steht wieder im Bürgersaal

Der 113 Jahre alte Schützenschrank im Bürgersaal des Duderstädter Rathauses erstrahlt in neuem Glanz. In monatelanger Arbeit hat Matthias Koch das Möbel zerlegt und restauriert. Beim Ratsessen wurde es erstmals in neuem Glanz gezeigt.
Restaurator Koch hatte dem neobarocken Prunkstück ein komplettes Facelifting verpasst - und dem Schützenhauptmann einige Sorgenfalten bereitet, wurde beim Ratsessen deutlich. Hans-Georg Kracht gab zu, dass er und Stellvertreter Ulrich Arendt ins Schwitzen gekommen seien bei dem Gedanken, sie könnten als diejenigen in die Annalen eingehen, die den Schrank weg-, aber nicht zurückgebracht hätten.
Nun ist das von Georg Kardinal Kopp (1837 - 1914) gestiftete Stück doch wieder an seinem Platz - und das in besonders schöner Form: Mattglänzend kommen die Schnitzereien nun wieder voll zur Geltung. Während der Enthüllung des Schrankes - während der Veranstaltung hatten Schützen gefrotzelt, Christo sei in Duderstadt zu Werke gegangen - gab es dennoch die ein oder andere Schrecksekunde. Würde das filigrane Kreuz am Scheitel des Schrankes das Entfernen der Silofolie und gefühlt zehn Meter Band heil überstehen? "Ich habe extra einen Kurs in japanischer Fesselungskunst belegt", beruhigte Koch die Zuschauer humorvoll, bis endlich die Folie fiel.

Ergebnisse der Schießwettbewerbe

Ratskönig
1. Engelbert Gatzemeier, Ring: 10, Teiler 2410,5
2. Dieter Thriene, Ring: 10, Teiler 2618,5
3. Matthias Schenke, Ring: 9, Teiler 3306,4
Ortsratskönig
1. Thorsten Krone, Ring: 9, Teiler 3281,7
2. Thorsten Feike, Ring: 9, Teiler 4517,0
3. Manfred OTTO, Ring: 8, Teiler 5323,4
Ratspreisscheibe
Alle Teilnehmer erzielten eine Zehn
1. Karl Tenz, Teiler 15,6
2. Lutz Beulecke, Teiler 114,9
3. Gerhard Hampel, Teiler 186,4

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