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Ratsinformationssystem: Duderstadt stellt Informationen ins Netz

Duderstadt Ratsinformationssystem: Duderstadt stellt Informationen ins Netz

Als „auf die Abbildung demokratischer Strukturen spezialisiertes EDV-gestütztes Informations- und Dokumentenmanagementsystem in Gemeinden bis hin zu Stadtstaaten“ beschreibt die Online-Enzyklopädie Wikipeda das sogenannte Ratsinformationssystem. Seit 1990 seien rund 15 konkurrierende Systeme auf dem Markt. Eines davon soll die Stadt Duderstadt nun bekommen, „Session“ lautet der Name der Software.

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Duderstadt soll nun ein Ratsinformationssystem bekommen.

Quelle: dpa/Symbolbild

Duderstadt. Die SPD-Fraktion im Rat der Stadt Duderstadt begrüßt dies ausdrücklich: „Bereits 2011 hatten wir die Einführung eines Rats- und Bürgerinformationssystems für Duderstadt beantragt“, erklärt Fraktionsvorsitzende Doris Glahn – allerdings ohne Erfolg. Der Antrag wurde von der Mehrheitsfraktion im Stadtrat abgelehnt.

Daraufhin hatte die SPD einen eigenen Weg eingeschlagen und Sitzungsprotokolle auf Facebook und im Internet veröffentlicht. Grund dafür sei gewesen, so Glahn, dass die von der Stadtverwaltung auf deren Internetseite publizierten Informationen verwirrend und nicht nachvollziehbar gewesen seien.

Mit „Session“ werde in Duderstadt der Standard erreicht, der in anderen Städten und Gemeinden bereits seit Jahren üblich sei, so Glahn, die das Ratsinformationssystem ausdrücklich nicht allein als Arbeitserleichterungsinstrument für Ratsmitglieder sieht, sondern – später einmal – in ebenso hohem Maße auch als Informationstool für Bürger: „Allen daran Interessierten sollen Informationen über aktuelle politische Themen, über Anträge, Beschlussvorlagen und Protokolle des Stadtrates transparent zur Verfügung gestellt werden“, fordert sie. Technisch sei dies bereits möglich.

Dies bestätigt Gerald Werner, der die Einführung des Systems von Anfang an begleitet. In der Verwaltung werde bereits mit der Software gearbeitet, demnächst würden die Mitglieder des Rates geschult. In deren Händen liege es auch, über die weiteren Schritte zu entscheiden. Dazu gehöre, den Zeitpunkt und Umfang einer Öffnung des Systems für Bürger zu klären. Ein gutes Stück Arbeit sei nun bereits geschafft, so Werner, der das System als komplex und vielschichtig beschreibt. „Wir bewegen uns auf komplettem Neuland. Deshalb geht es uns bei der Einführung eher um Genauigkeit als um Schnelligkeit.“ Die Einführung des Rats-Informationssystems war vor dem Hintergrund des Zukunftsvertrages beschlossen worden. Unter anderem soll damit ein weitgehend papierloses Arbeiten ermöglicht werden.

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