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„Die Droge Musik lässt uns weitermachen“

Heiligenstadt „Die Droge Musik lässt uns weitermachen“

Zum Teil jenseits der 70 aber noch kein bisschen leise: Mit den Rattles und den Lords haben am Freitagabend zwei deutsche Rocklegenden im Eichsfelder Kulturhaus gespielt. Die rund 260 Zuschauer erlebten eine musikalische Zeitreise mit zahlreichen Hits aber auch neuen Stücken.

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Klassiker auf der Bühne des Eichsfelder Kulturhauses: The Lords (links) und The Rattles (oben).

Quelle: Niklas Richter

Heiligenstadt. „Es ist die Droge Musik, die uns weitermachen lässt“, erzählt Klaus-Peter „Leo“ Lietz, Sänger und Gitarrist bei The Lords, warum die Bands noch auf Tour gehen. Es sei immer noch ein Erlebnis, anderen eine Freude mit seiner Musik machen zu können. „Es ist ein schöner Virus, den jeder Musiker haben sollte.“ Die Band trifft sich einmal pro Woche, um gemeinsam zu proben. „Das ist auch eine schöne Übung, um sich zu konzentrieren, damit man geistig nicht abbaut“, sagt Lord Leo. Allerdings sei es mittlerweile richtig harte Arbeit, neue Stücke einzuüben. 13 davon mussten sie für ihre neue CD „Now more than ever“ erlernen. Ihre Musik sei härter geworden. Das sei den Einflüssen geschuldet, die Drummer Philippe Seminara mitgebracht habe.

Der Virus Musik hat auch The Rattles nicht losgelassen. „Die Idee einer gemeinsamen Tour entstand bereits vor drei oder vier Jahren“, erklärt Rattles-Drummer Dicky Tarrach. Die Wahl, in Theatern zu spielen, sei dabei gewusst gefallen: „Theater haben eine ganz andere Wertigkeit.“ Das hindere die Zuschauer aber nicht, richtig mitzugehen, ergänzt Lord Leo.

Beide Bands haben in ihrer Historie viel erlebt. Die Rattles spielten unter anderem mit den Rolling Stones. „Damals in den 60ern mussten wir unser Equipment noch selbst schleppen“, erinnert sich Tarrach an die Zeiten. Lord Leo erinnert sich an gemeinsame Touren mit The Kinks und The Who.

In Heiligenstadt starteten beide mit Vollgas zur Sache. Die Rattles starteten mit einem kurzen Anspiel ihres größten Hits „The Witch“, während die Kinks eher frech behaupteten, sich entschlossen zu haben, an diesem Abend mal auf ihren größten Erfolg zu verzichten. „Ohne ‚Poor Boy‘ kommen wir hier nicht raus“, erzählte Lord Leo aber vor dem Konzert. Die Bands wissen eben, wie sie ihre Fans mit dem Virus anstecken können.

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©Richter