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Raumordnungsprogramm bremst Neuansiedlung in Lindau

Warten auf den Supermarkt Raumordnungsprogramm bremst Neuansiedlung in Lindau

Die Bemühungen, in Lindau wieder einen Verbrauchermarkt anzusiedeln, haben einen Dämpfer bekommen. Das Raumordnungsprogramm des Landes hat den Lindauern einen Strich durch die Rechnung gemacht. Die örtliche CDU hat  dafür ebensowenig Verständnis wie die SPD.

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Lindau

Quelle: Archiv/Pförtner

Lindau. Vor fünf Jahren hat Penny seinen Standort nach Katlenburg verlagert, vor drei Jahren die Schlecker-Filiale geschlossen, nur Schlachter und Bäcker sind den Lindauern geblieben. Weit gediehen sind die Pläne für eine Neuansiedlung. Ein Investor steht bereit, ein Verträglichkeitsgutachten liegt vor, für den Bau eines „Nahversorgungsmarktes an den Ellern“ am Ortsrand aus Richtung Gieboldehausen hat die Gemeinde Katlenburg-Lindau einen Bebauungsplan, parallel dazu die Änderung des Flächennutzungsplanes auf den Weg gebracht. Die soll einen Lebensmittelmarkt mit 1000 Quadratmetern in Kombination mit einem Drogeriemarkt mit 500 Quadratmetern ermöglichen.

 
„Großflächiger Einzelhandel muss planerisch durch ein Sondergebiet abgesichert werden“, sagt Gemeindebürgermeister Uwe Ahrens (parteilos): „Der Landkreis Northeim kann aber keine positive Stellungnahme wegen der Vorgaben der Raumordnung abgeben und hat auf einen Verstoß gegen das Integrationsgebot hingewiesen.“ Danach müsse die Verkaufsfläche in Randlage auf 800 Quadratmeter beschränkt werden. „Das ist nicht mehr marktfähig“, moniert Ahrens. Mit dem Landkreis habe er jetzt abgestimmt, ein Einzelhandelskonzept für die ganze Gemeinde zu erstellen, um den Bedarf zu verdeutlichen.

 
Als „überflüssig, kontraproduktiv und Zumutung seitens der Landesregierung“ bezeichnet der stellvertretende CDU-Gemeindeverbandsvorsitzende Tobias Grote die Einschränkung. An anderer Stelle heiße es, dass „zur Herstellung gleichwertiger Lebensverhältnisse Einrichtung und Angebote des Einzelhandels in allen Teilräumen in ausreichendem Umfang und ausreichender Qualität gesichert und entwickelt werden“. Aus Lindauer Sicht sei das nur eine „Floskel in einer verkorksten Regelung“. Auch der stellvertretende SPD-Fraktionsvorsitzende Frank Sander kann nicht nachvollziehen, dass „einem Ort mit knapp 2000 Einwohnern aus formalen Gründen keine Einkaufsmöglichkeit gewährt werden soll“. Im Ortszentrum gebe es nun einmal keine verfügbaren Flächen.

 
Das Feld zunächst der Politik überlassen will die Carus-RO-GmbH aus Osterode, die als Projektentwickler in den Startlöchern steht. Die Namen der interessierten Handelsketten will man dort erst nennen, wenn die baurechtlichen Voraussetzungen für das Vorhaben erfüllt sind.

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©Richter