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Regionalbus Braunschweig fährt Rollshausen seltener an

Seit 11. September Regionalbus Braunschweig fährt Rollshausen seltener an

Nur noch eingeschränkt rollt in Rollshausen der Buslinienverkehr. Seit dem 11. September wird der Hahleort – ausgenommen zu Zeiten der Schülerbeförderung – nicht mehr von der Linie 170 angefahren, sondern nur noch von der Linie 172. Eine direkte Busverbindung nach Göttingen ohne Umsteigen ist passé. Bis auf die Schülerbusse ist auch die direkte Fahrt nach Gieboldehausen nicht mehr möglich.

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Auf dem Weg zwischen Duderstadt und dem Umsteigeort Ebergötzen: Omnibus der Linie 172 an der Haltestelle in Rollshausen.

Quelle: Richter

Rollshausen. „Das darf doch nicht wahr sein.“ Mit diesen Worten hat sich Jürgen Bode beim Tageblatt gemeldet. „Der Name meines Heimatorts erscheint nicht mehr im Fahrplan der Linie 170“, berichtete der Rollshäuser. Seine Ortschaft sei „abgehängt“. 

„Sonntags fährt gar kein Bus mehr und sonnabends nur noch zweimal“, erklärte Bode. Von mehr als 20 Direktverbindungen der Linie 170 Richtung Göttingen und Duderstadt seien knapp 15 auf der Linie 172 mit Umsteigen in Ebergötzen übrig geblieben

Reinhard Scharf (CDU), Bürgermeister der Gemeinde  Rolls-hausen-Germershausen,  bestätigte die Veränderungen im Fahrplan. Er habe sich beim Verkehrsverbund Süd-Niedersachsen (VSN) erkundigt, was die Gründe dafür seien, erläuterte der Ratsvorsitzende. Die demografische Entwicklung und die mangelnde Nutzung der Linie 170 in Rollshausen seien ihm als Begründung genannt worden.

Verweis an die Pressestelle

Eine Tageblatt-Anfrage beim VSN führte nicht weiter. Eine Mitarbeiterin verwies an die Pressestelle der Deutschen Bahn. Die Regionalbahn Braunschweig (RBB) sei Betreiber des Linienverkehrs. Zum einen werde Rollshausen weiterhin – wie in der Vergangenheit auch – von der Linie 172 bedient und biete somit das Fahrziel Duderstadt umsteigefrei an, erläuterte Bahn-Sprecherin Sabine Brunkhorst.

„Das bestehende Fahrtenangebot entspricht dem geringen Fahrgastaufkommen in Rolls-hausen“, so ihre Erklärung.  Die Nachbargemeinden Germershausen und Bernshausen würden ebenfalls seit Jahren lediglich von der Linie 172 bedient.

Zum anderen seien immer wieder Anregungen an den Betreiber herangetragen worden, die Bedienung von Rollshausen mit der Linie 170 aufzugeben, da der Ort einen Kilometer abseits der Bundesstraße 247 liege und von der Linie 170 nur durch eine aufwendige Stichfahrt bedient werden konnte. Allen bereits im Bus  befindlichen Fahrgästen sei dieser Umweg zugemutet worden, obwohl in Rollshausen nur selten Fahrgäste zu- oder ausgestiegen seien.

Anbindung durch Fahrtenkombination

Die Anbindung an die Samtgemeinde Gieboldehausen sei weiterhin zu vielen Zeiten durch eine Fahrtenkombination der Linien 172 und 170 möglich, so Brunkhorst. Hierzu sei ein Umstieg in Obernfeld erforderlich. Zu Zeiten der Schülerbeförderung zur ersten beziehungsweise nach der fünften, sechsten und achten Unterrichtsstunde bediene die Linie 170 die Kombination Rollshausen – Gieboldehausen und zurück weiterhin ohne Umstieg.

„Selbstverständlich ist auch die Anbindung an das Oberzentrum Göttingen weiter gewährleistet“, so die Bahn-Sprecherin.  Ein Umstieg in Ebergötzen von der Linie 172 in die Linie 170 ermögliche zahlreiche Verbindungen.

Marlies Dornieden (CDU), Bürgermeisterin der Samtgemeinde Gieboldehausen, erfuhr erst am Montag von der Fahrplanumstellung. „Ich lege enormen Wert darauf, dass der Schülerverkehr gewährleistet ist und Berufspendler ihren Arbeitsplatz erreichen können“, sagte die Verwaltungschefin. Den neuen Fahrplan werde sie sich genau anschauen.

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