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Regionales Obst steht im Mittelpunkt

Apfeltag in Bockelnhagen Regionales Obst steht im Mittelpunkt

Finkenwerder Prinz, Holsteiner Cox und Prinz Albrecht von Preußen - Was sich wie ein Auszug von Herrschern großer Fürstenhäuser anhört, sind  Namen heimischer Apfelsorten, die am Sonntag beim ersten Apfeltag in Bockelnhagen präsentiert wurden.  Alles drehte sich rund um das Thema Äpfel, die auf Streuobstwiesen im Unter- und Obereichsfeld geerntet wurden.

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43 unterschiedliche Apfelsorten werden beim Apfeltag präsentiert.

Quelle: Mühlhaus

Bockelnhagen. Selbst die Fettbrote, die Helferinnen im Dorfgemeinschaftshaus reichten, waren mit Apfelstücken belegt. Und der Apfelkuchen zum Kaffee - natürlich mit Äpfeln aus der Region - verlieh dem Apfeltag das besondere etwas. "Wir möchten mit dieser Veranstaltung heute die Leute aus dem näheren Umkreis aber auch überregional für das Thema  sensibilisieren und darüber hinaus das Interesse und Verständnis für den Obstanbau auf Streuobstwiesen wecken", so Michael Kühne, der die Apfelschau organisiert hatte.

Mehr als 20 Sorten

Dass das Interesse bereits besteht, haben Gäste dem Raum Duderstadt und Göttingen bewiesen. Unter ihnen Holger Belz, der das Naturerlebniszentrum Gut Herbigshagen leitet. "Mehr als 20 Sorten, die heute hier zu sehen sind, haben wir auf  Streuobstwiesen in unserem Sortengarten auf Gut Herbigshagen geerntet. Dazu gehören Sorten wie "Bramleys Seedling" und "Gewürzluiken". Die Wiesen auf denen sie wüchsen, seien ein alter und wichtiger Lebensraum für Tiere. "Wenn man diese Wiesen erhält, erhält man auch die Artenvielfalt", erklärte. Beispielsweise für Honig- und Wildbienen seien die Blüten eines Apfelbaumes interessant.

Und das Totholz auf der Streuobstwiese, das die Insekten zersetzen, dürfe man nicht außer Acht lassen. "Deswegen findet der Specht das Totholz auch so toll und sucht dort seine Maden", betonte der Naturfreund. "Es ist sehr sinnvoll, den Leuten das Thema Streuobstwiese näherzubringen. Man hört in den Medien oft davon.

Lerpfad um das Dorf

Aber wenn man selbst vor Ort die Situation auf diesen Wiesen sieht, fragt man sich schon, warum nicht mehr Aufwand betrieben wird, diese Bäume zu pflegen und zu erhalten", sagte Ulrich Scheidel aus Gieboldehausen. Viele Besucher machten zum Abschluss noch einen Abstecher zum neuen Lehrpfad, der um das Dorf herumführt. Auch ein Eichsfelder Unikat habe dort sein Zuhause, wie Kühne sagte. Die Sorte "Silkeröder Frühprinz" gebe es nur dort. Das habe der Pomologe Dr. Werner Schuricht aus Jena bestätigt.

Von Gregor Mühlhaus

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