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Rekordbeteiligung bei Berufsorientierung an BBS Duderstadt

Orientierungshilfe bei der Berufswahl Rekordbeteiligung bei Berufsorientierung an BBS Duderstadt

120 Schüler und damit so viele wie nie zuvor besuchen in diesem Schuljahr die Berufsorientierung an den Berufsbildenden Schulen (BBS) Duderstadt.

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Rekordbeteiligung: 120 Schüler sammeln an den Berufsbildenden Schulen in Duderstadt jetzt erste Berufserfahrungen.

Quelle: Thiele

Duderstadt. Zehn Gruppen aus der St-Ursula-Schule, der Astrid-Lindgren-Schule und der Pestalozzi-Schule haben damit begonnen, erste praktische Erfahrungen in verschiedenen Berufsbereichen zu sammeln.

„Die Berufsorientierung soll die Schüler in ihrem Berufswahlprozess aktiv unterstützen und sie in ihrem Entscheidungsprozess beraten und fördern“, sagt BBS-Schulleiterin Sabine Freese. Die Teilnehmer könnten die für eine Berufsausbildung geforderten „sozialen und personalen Kompetenzen erwerben und ihre Urteilsfähigkeit im Hinblick auf berufliche Chancen und Anforderungen des Arbeitsmarktes stärken.“

Die Schüler aus den Jahrgängen acht bis zehn kommen einmal pro Woche in die BBS und lernen hier im zumeist sechswöchigen Wechsel fünf verschiedene Berufsfelder kennen. Zur Wahl stehen Elektro-, Metall-, Fahrzeug-, Bau- Holz- und Bürotechnik, außerdem Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik sowie Pflege mit den Bereichen Altenpflege und Kosmetik.

„Schwieriger als ich gedacht habe"

„Es läuft sehr gut an, die Schüler geben sich viel Mühe“, beobachtet Silvio Nodewald, Lehrer für Fachpraxis, bei dem die Gruppen erste Einblicke in die Welt der Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik gewinnen. Die Aufgaben reichen vom Absägen von Rohren bis zum Löten von Verbindungsstücken. Am Ende soll ein Erfolgserlebnis stehen: „Jeder Schüler fertigt einen Kerzenständer an, den er dann mit nach Hause nehmen kann“, so Nodewald.

„Es ist schwieriger als ich gedacht habe, aber es macht viel Spaß“, berichtet Michelle Eichelsdörfer, Neuntklässlerin an der St.-Ursula-Schule. Die 15-Jährige hat bereits zu Hause erste Erfahrungen gesammelt: „Wenn mein Vater das Wasser von der Heizung ablässt, habe ich schon mitgeholfen“, so die Gieboldehäuserin.

Ein Frühstücksbrett so zu gestalten, dass es griffig wird, ist eine Aufgabe, die es im Bereich Holztechnik zu meistern gilt. „Es dauert lange, die Rundungen hinzukriegen, aber man will es ja vernünftig haben“, so der 14-jährige Nick Nolte aus Mingerode, der die St.-Ursula-Schule besucht.

Helle Köpfe sind gefragt

Geschick ist in der Fahrzeugtechnik vonnöten. „Ich mache gerne was mit Autos“, sagt Niklas Mantel. Der 16-jährige Nesselröder hat bei einem Praktikum erste Einblicke in dieses Berufsfeld erhalten. Bei der Berufsorientierung steht zunächst das Überprüfen von Ölständen und Kühlwasser auf dem Programm.

Helle Köpfe sind beim Aufbau eines Stromkreises gefragt. „Es geht ganz einfach“, meint Joshua Fries aus Göttingen, dessen erste Station die Elektrotechnik ist. „Wenn Lampen nicht brennen, muss man die Kabel woanders anschließen“, so der Neuntklässler von der St.-Ursula-Schule.

Neben dem wöchentlichen Blockunterricht gibt es auch Schnuppertage an den BBS. Geplant werden sie für die Kooperative Gesamtschule Gieboldehausen und die Heinz-Sielmann-Realschule in Duderstadt. Die an der Berufsorientierung beteiligten Schulen bilden inklusive des Eichsfeld-Gymnasiums Duderstadt einen Kooperationskreis und wollen langfristig zusammenarbeiten. Das Engagement, mit dem Schüler und Jugendliche aus dem Eichsfeld und angrenzenden Regionen auf die Anforderungen im Berufsleben vorbereitet werden, soll, so unterstreicht Freese, dazu beitragen, „dass junge Menschen dauerhaft in der Region wohnen und arbeiten“.

Von Axel Artmann

Rekordbeteiligung bei Berufsorientierung an Berufsbildenden Schulen Duderstadt. © Thiele

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