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Rentner retten Jungstorch in Seeburg

Aus dem Nest gepurzelt Rentner retten Jungstorch in Seeburg

Der Sturz eines Jungstorchs aus dem Scheunennest des Biobauern Ludwig Pape hat am Wochenende für Aufregung in Seeburg gesorgt. Geborgen wurde der Jungvogel schließlich von zwei Rentnern, die auf eigene Faust eine Rettungsaktion starteten und ihn ins Nest zurückverfrachteten.

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Haben ein Herz für Störche: Bodmann (links) und Bode.

Quelle: ef

Seeburg. Bemerkt wurde der Kinderhor(s)t-Zwischenfall vom Seeburger Fritz Bodmann bei einem Spaziergang an der Aue. Da Pape zum Wochenmarkt ausgeflogen war, kontaktierte Bodmann den Gieboldehäuser Storchenfreund Friedel Bode. Der ließ sich nicht lange bitten. Die beiden Ruheständler setzten alle Hebel in Bewegung, versuchten zunächst, Vogelstation und Feuerwehr einzuschalten.

Als das nicht klappte, nahmen sie die Rettung des Jungstorchs in die eigenen Hände. Kurzerhand wurde eine Steckleiter umgestellt, der kleine Storch erst in einen Korb, dann wieder ins Nest gesetzt. Angst vor der Klettertour hatte Bode nicht. „Ich bin auf dem Bau großgeworden“, sagt der 71-Jährige, den die Erste-Hilfe-Aktion sichtlich bewegt hat: „Es war zu schön, den Jungstorch in der Hand zu halten.“

Bode vermutet, dass der junge Stelzvogel beim Stuhlgang auf dem Rand des Nestes das Gleichgewicht verloren hat und auf das rund zwei Meter tiefere Scheunendach gepurzelt ist. Der, wie seine beiden Geschwister schon recht kräftige Jungstorch habe den Sturz offenbar gut überstanden, die während der Rettungsaktion über dem Nest kreisenden Eltern sich gleich wieder um ihn gekümmert.

Nicht minder erleichtert über den glimpflichen Ausgang des Neststurzes und dankbar für das beherzte Engagement der beiden Storchenfreunde ist Pape. Jetzt gibt es einen Grund mehr zu feiern, wenn seine Jungstörche am Sonnabend, 21. Juni, beringt werden. Das soll bei einem Storchenfest mit der Irish-Folk-Band „Dawai, Dawai“, Kinderprogramm, Info- und Cateringständen geschehen, das um 14 Uhr auf Papes Biobauernhof „Schwalbennest“ beginnt.

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©Richter