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Repräsentantin von Rhumspringe beendet Amtszeit

Nixe mit überschaubarem Reich Repräsentantin von Rhumspringe beendet Amtszeit

Nach vierjähriger Amtszeit – erst als Elfe, dann als Nixe – geht Franziska Faßhauer zum Monatsende in den Ruhestand. Dann wird eine neue Repräsentantin der Gemeinde Rhumspringe in ihre Fußstapfen treten – sofern man bei einer Nixe davon sprechen kann.

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Abgewinkt: Vom Nixenwagen aus grüßen bei Festumzügen die Nixe mit Gefolge und der Bürgermeister des Quellenortes.

Quelle: EF

Rhumspringe. Ihrer noch unbekannten Nachfolgerin kann Faßhauer, die in diesem Monat ihren 20 Geburtstag feiert, nur Mut machen.

„Zwei Jahre sind schnell vorbei“, sagt die noch amtierende, ebenso freundliche wie aufgeschlossene Nixe, die nur wenig aus dem Nähkästchen plaudern kann: Die Zahl ihrer öffentlichen Auftritte war überschaubar, Fragen zur Gemeinde und zur Rhumequelle musste sie kaum beantworten.

„Davor haben die meisten Angst“, meint Faßhauer, die sich bei ihrem Amtsantritt auch mit der Ortsgeschichte befasst hat: „Eigentlich war das überflüssig.“ Auch die Sage von der Nixe Rhuma, die die Gemeinde sowie den Heimat- und Fremdenverkehrsverein vor 14 Jahren zu der Nixenwahl im zweijährigen Turnus inspiriert hat, kennt Faßhauer natürlich.

Andere Orte haben Wein- oder Kirschköniginnen, Gieboldehausen den Bunten, Duderstadt den Anreischken. Dem wollten die Rhumspringer nicht nachstehen, haben die Nixe Rhuma aus der Taufe gehoben und gleich noch mit einem umzugstauglichen Nixenwagen nachgelegt.

Ob sich vor zwei Jahren mehrere Kandidatinnen beworben haben, weiß Faßhauer nicht: „Das wird geheimgehalten“. Sie selbst hat sich nicht beworben, sondern ist – wie das Duderstädter Schützenliesel – von den Organisatoren angesprochen worden. Und war nach nur kurzer Überlegung bereit, für zwei Jahre die Nixe zu spielen.

Schließlich hat ihr schon der Job als Elfe Spaß gemacht. Im Nixenkostüm war Faßhauer mit ihrem Elfengefolge Prisca und Kora Meise beim Jubiläumsumzug in Breitenberg vertreten, hat die Quellenkonzerte bereichert und die Teilnehmer der Radrundfahrt der Landkreise Göttingen und Osterode an der Rhumequelle begrüßt, durch die die Kreisgrenze verläuft.

Auch mit dem Kostüm, das für jede Nixe neu angepasst wird, hatte sie keine Probleme: „Es musste nichts geändert werden, den Nixenschwanz, der wie ein Gürtel umgeschnallt wird, hat man kaum gemerkt, und dank Schulterfreiheit kommt man auch bei Hitze nicht ins Schwitzen.“

Ihre Ausbildung zur Hotelkauffrau im Revita-Hotel in Bad Lauterberg hat Faßhauer inzwischen abgeschlossen und ist übernommen worden, die Belohnung für ihr Nixenamt will sie erst jetzt einlösen: Die Sparkasse hat ihr eine Woche lang einen Mini-Cooper zur Verfügung gestellt.

Die Bewerbungsfrist für die mittlerweile siebte Nixe, die am 29. August vor dem Rhumehotel gekürt wird, ist bereits abgelaufen. Ob und wieviele Bewerbungen es gab, will Heimatvereinsvorsitzender Rolf Adler nicht verraten, versichert aber: „Es wird eine Nachfolgerin samt Gefolge geben.“ Und freut sich mit Bürgermeister Franz Jacobi (CDU) auf die neue „kulturelle Botschafterin des Ortes“.

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©Richter