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Restrisiko

Kommentar von Kuno Mahnkopf Restrisiko

Jeder darf wählen, Kinder kriegen und Auto fahren – ohne Gesundheitscheck oder psychologisches Eignungszeugnis. Warum sollten für Senioren am Steuer strengere Maßstäbe gelten als für andere Verkehrsteilnehmer?

Auch kerngesunde Autofahrer lenken oftmals mit Adrenalin statt Verstand, die Sehkraft kann schon mit 30 nachlassen, ein Blackout ist kein Privileg betagter Menschen, hinter manchem tödlichen Unfall verbirgt sich ein Suizid, und nicht nur junge Fahrer geben auch stocknüchtern Bleifuß. Das Sicherheits- und Gesundheitsstreben samt des damit verbundenen bürokratischen Aufwands in unserer überalternden Gesellschaft wird immer rigider. Kontrollieren lässt sich Kontrollverlust aber letztlich nicht, bei aller Regulierungswut bleibt immer ein Restrisiko. Auch die Unfallstatistik rechtfertigt es nicht, Geronten unter Generalverdacht zu stellen. Nach dem „Idiotentest“ bedarf es nicht noch eines weiteren lukrativen Gutachtergeschäfts mit Bürokratie-Risiko. Gerade für Ruheständler im ländlichen Raum ist das Auto mehr als Fortbewegungs- und Transportmittel, ermöglicht ihnen ein selbstbestimmtes Leben und Sozialkontakte. Lieber schleichende Senioren als rasende Rüpel.

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