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Rettungsschwimmer aus dem Irak

Flüchtling Ali Agha engagiert sich in der DLRG Rettungsschwimmer aus dem Irak

Ali Agha ist Flüchtling. Er ist 27 Jahre alt und kommt aus dem Irak. 2015 ist er aus Bagdad geflohen und lebt seitdem in Deutschland. In Leinefelde engagiert er sich seit diesem Sommer in der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft (DLRG).

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Ali Agha an seinem ersten Tag als Rettungsschimmer in der WipperWelle in Worbis

Quelle: R

Leinefelde. Im Juli sei Agha in den Verein gekommen, um Rettungsschimmer zu werden, berichtet Vorsitzender Daniel Kahlert. "Anfangs fiel ihm die Rettungsschwimmausbildung nicht immer leicht", erklärt das DLRG-Mitglied.Aber Ali sei motiviert gewesen und habe hart trainiert, um die Anforderungen zu erfüllen. "Im September gelang es ihm schließlich, die Ausbildung erfolgreich abzuschließen", berichtet Kahlert, Mittlerweile trage er das Deutsche Rettungsschwimmabzeichen in Silber.

Doch damit nicht genug. "Ali möchte sich integrieren, dabei sein und teilhaben", sagt Kahlert. Der Flüchtling mache keine Unterschiede hinsichtlich der Sprache, Herkunft, Religion oder Hautfarbe. All das spiele für ihn keine Rolle, berichtet der Vorsitzende: "Allein das Wir zählt." Dies entspreche dem Motto, nach dem auch die DLRG Leinefelde-Worbis arbeite: "Integration statt Isolation". Schwimmkurse und Ausbildung würden für Flüchtlinge und deutsche Kinder gemeinsam angeboten.

Bundesfreiwilligendienst angetreten

Seit Oktober ist Ali nun Bundesfreiwilligendienstleistender in der DLRG. "Er wird der Ortsgruppe Leinefelde-Worbis zukünftig bei den täglichen Herausforderungen zur Seite stehen", erklärt Kahlert seine Aufgabe. Als Rettungsschimmer, Ausbildungsassistent und bei verschiedenen Projekten als unterstützender Sprachmittler werde der 27-Jährige fungieren. "Gerade die Auswertung der Sommerbilanz, 425 Menschen ertrunken, davon 56 Flüchtlinge, zeigt, wie wichtig das ist." Als "Bindeglied und Sprachrohr zwischen der DLRG und den Flüchtlingen" bezeichnet Kahlert den Mann aus dem Irak. Unter anderem helfe er dabei, das Bewusstsein für die Gefahren im Wasser zu schäkrfen, Baderegeln zu vermitteln und "Verständnis schaffen für die deutsche Schwimm- und Badekultur".

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