Volltextsuche über das Angebot:

19 ° / 9 ° wolkig

Navigation:
Rhume-Hotel: Neuer Termin für Versteigerung

Einrichtung steht seit fünf Jahren leer Rhume-Hotel: Neuer Termin für Versteigerung

Bei einigen Anbietern im Internet wird das Rhume-Hotel in Rhumspringe nach wie vor als Reise- und Tagungsziel angepriesen. Doch die Ära als erfolgreicher gastronomischer Betrieb ist längst vorbei. Das Haus steht seit fünf Jahren leer. Es findet sich kein Käufer.

Voriger Artikel
Klotz am Bein
Nächster Artikel
Auffahrunfall

Gut gelegen, aber nichts los: Seit fünf Jahren steht das Rhume-Hotel in Rhumspringe leer.

Quelle: Pförtner

Am Mittwoch, 10. August, ist im Amtsgericht in Duderstadt ein neuer Termin im Rahmen des Zwangversteigerungsverfahrens anberaumt. Ob sich dabei ein neuer Eigentümer für die im August 2006 geschlossene Immobilie in der Dechant-Hartmann-Straße 21 findet, ist jedoch fraglich. Inzwischen sind vier Zwangversteigerungstermine erfolglos verlaufen. Nach ersten Anläufen im April sowie im Oktober 2008 fand sich auch am 16. März 2009 und am 24. Februar vergangenen Jahres kein Interessent für eine zukunftsträchtige Lösung.
Für 545 000 Euro Verkehrswert sollte das Objekt von der Immobiliengesellschaft der Volks- und Raiffeisenbanken vermarktet werden. Beim Versteigerungstermin im März 2009 beispielsweise aber wurden nur 26 000 Euro aus dem Kreis der Interessenten geboten. Hoch ist der Aufwand an Sanierungs- und Unterhaltungsarbeiten für den gastronomischen Betrieb samt Bettenhaus, für den der Besitzer mit seiner Rhume-Hotel GmbH Insolvenz angemeldet hatte.

Immer wieder sei der Leerstand Thema im Rat gewesen, erläutert Franz Jacobi (CDU), Rhumspringes Bürgermeister: „Lieber heute als morgen wünschen sich die Einwohner die Wiedereröffnung des Hotels.“ Vornehmlich als Hotel- und Gaststättenbetrieb sollte der Betrieb weiter laufen, so Jacobi. Aber auch andere Lösungen, beispielsweise als „eine Art Dorfgemeinschaftshaus“ könnte man sich den Betrieb vorstellen, so der Bürgermeister.

Vermarktet wird die Immobilie inzwischen bundesweit und zwar von der BAG Bankaktiongesellschaft mit Sitz in Hamm, einer nahezu hundertprozentigen Tochter des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken. Das Rhume-Hotel wurde im Mai 1964 seiner Bestimmung übergeben. Bauherr war die Gemeinde, die durch eine Gewerbesteuer-Nachzahlung des Unternehmens Preussen-Elektra, das damals im Ort ein Kohlekraftwerk betrieb, das Vorhaben realisieren konnte. Mitte der 80er-Jahre sei das Hotel an Privat veräußert worden, berichtet Jacobi. Im Besitz der Gemeinde geblieben sei das anliegende Hallenbad, das sich für die Kommune als „finanzieller Klotz“ darstelle.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr zum Artikel
Kommentar

Prima Lage. Schönes Haus. Der Blick beim Vorbeifahren am Rhume-Hotel trügt. Erst beim näheren Hinsehen wird deutlich, dass im einstigen Vorzeige- und Prestigeobjekt von Rhumspringe nichts mehr läuft.

  • Kommentare
mehr
Herbstfest in Rhumspringe

©Richter