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Rhumspringer Messe im Radio übertragen

Rhumspringer Messe im Radio übertragen

60 Minuten hat der NDR am Sonntag eine katholische Radiomesse aus der St. Sebastian-Kirche in Rhumspringe übertragen. Pfarrer Markus Grabowski stellte das Handeln Jesu an einem Taubstummen in den Mittelpunkt seiner Predigt.

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Quelle: EF

Rhumspringe. 9.50 Uhr: St. Sebastian ist gut gefüllt, 450 Gläubige könnten an der Radiomesse teilnehmen, gut 300 sind bereits anwesend. Der Chor der Gemeinde unter Leitung von Christa Diederich steht bereit an der Orgel.

9.55 Uhr: Der Kirchenredakteur des NDR, Andreas Brauns, stellt sich zusammen mit Barbara Hose vom Pfarrgemeinderat hinter den Ambo: „Noch sind wir nicht auf Sendung, das sehen Sie an den Lämpchen. Sobald die auf Rot schalten wird’s ernst.“

9.58 Uhr: Noch immer kommen Gläubige in die Kirche, sachte versuchen sie, die Glastür zum Innenraum zuzumachen.

9.59 Uhr: Andreas Brauns: „Noch müssen sich alle Rundfunkanstalten raufschalten, das kann jeden Moment soweit sein.“

10.00 Uhr: Absolute Stille, jeder scheint auf die Lämpchen zu achten.

Rotlicht.

Wenige Sekunden später begann Brauns mit der Begrüßung der Zuhörer an den Radioanstalten. Von Polen bis zur holländischen Grenze, schalteten in diesem Moment NDR 1, RBB, und WDR 5 hinzu. Minutiös hatte ein Radio-Projektteam um Pfarrer Markus Grabowski und Barbara Hose den Ablauf probiert, sich mit Andreas Brauns zusammengesetzt. „Gestern war die Generalprobe noch zu lang“, sagte Brauns. Ganze zehn Minuten, die nun „auf Schalte“ reduziert werden mussten.

Barbara Hose erklärte in den ersten Minuten mit Brauns zusammen den Hörer das Eichsfeld und die St. Sebastian-Gemeinde. Organist Christoph Wagner „rettete“ gewissermaßen die Übertragung, indem er den Auszug minutenlang überzog. – Nach der Generalprobe hatten die Organisatoren zu viel rausgestrichen.

„Psst, sei still mein Kind“, so Pfarrer Grabowski in seiner Predigt, habe seine Mutter ihm gesagt, wenn sie damals im kommunistischen Polen deutsches Radioprogramm hörten. „Effata“ – „Öffne Dich“ bat er jeden Zuhörer, für Flüchtlinge und Hilfesuchende. Jesu berührte den Taubstummen laut Markusevangelium, worauf dieser wieder sprechen und hören konnte. Den Zuhörern der Radiomesse sang der Chor neben Liedern aus dem Gotteslob auch das „Gloria“ von Antonín Dvořák und ein „Sanctus“ von Wolfgang Amadeus Mozart.

Auszug. Lämpchen aus. Applaus.

„Eine tolle Stimme hat der Pfarrer“, lobte Brauns. Und Grabowski plante schon erneut: nächstes Mal vielleicht einen Fernsehgottesdienst.

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©Richter