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Rohrbruch: Wasser flutet Duderstädter Notaufnahme

Feuerwehr-Einsatz am Krankenhaus Rohrbruch: Wasser flutet Duderstädter Notaufnahme

Nach dem Bruch einer Frischwasser-Hauptleitung in der Göttinger Straße ist am Mittwoch eine Flutwelle auf das Krankenhaus St. Martini zugeschossen. Der zügige Einsatz der Feuerwehr konnte größere Schäden an dem in einer Senke gelegenen Gebäudekomplex verhindern.

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Aufräumarbeiten am Krankenhaus: Feuerwehrleute beseitigen Kies und Geröll, das die Wassermassen mit sich geführt haben.

Quelle: Eckermann

Duderstadt. Rund eine Stunde lang – von 10.15 bis 11.15 Uhr – war die Trinkwasserversorgung im Krankenhaus sowie rund 120 Haushalten in Duderstadt und Mingerode unterbrochen. Der Krankenhausbetrieb sei nicht beeinträchtigt gewesen, versichert Geschäftsführer Markus Kohlstedde. Lediglich die Dialyse habe kurzzeitig pausieren müssen.

Nach dem Rohrbruch bildete sich innerhalb von Minuten ein kleiner See vor dem Krankenhaus-Haupteingang. Da Kies und Schlamm die Abläufe blockierten, konnte das St.-Martini-Hebewerk mit seinen Pumpen nicht zum Zuge kommen. Wasser lief auch in den Warteraum der Notaufnahme, der notdürftig mit Handtüchern abgedichtet wurde. „Das war knapp“, sagt Kohlstedde und ist ebenso wie St. Martinis technischer Leiter Ulrich Merten erleichtert, glimpflich davongekommen zu sein. Ein derartiges Problem habe es seit dem Hochwasser in den 80er-Jahren nicht gegeben, erinnert sich Merten.

Wasserschaden am Krankenhaus St. Martini in Duderstadt. ©Eckermann

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Zur gleichen Zeit, als der Anruf vom Krankenhaus-Kiosk kam, wurde bei der Eichsfelder Energie- und Wasserwirtschafts-GmbH (EEW) Alarm ausgelöst. Aufgrund des Monitor-Ausschlags konnte der regionale Versorger die Schadensquelle lokalisieren und die Leitung abschalten. Auch die Trinkwasserversorgung konnte die EEW innerhalb kurzer Zeit wieder sicherstellen. „Wichtige Transportleitungen können immer über Ausweichleitungen ersetzt werden“, sagt Ulrich Adler, Ressortleiter für die Wasserversorgung bei der EEW.

Während dort Krisenmanagement gefragt war, war für die mit ihrem Logistik-Gerätewagen zum Krankenhaus ausgerückte Duderstädter Feuerwehr Handarbeit angesagt. Rund 20 Brandschützer legten die Gullys wieder frei, schaufelten Kies und Schlamm auf Anhänger. Den klärenden Rest erledigte ein reinigender Strahl aus dem Tanklöschfahrzeug.

Der Leitungsschaden habe nichts mit Frost und Wetter zu tun, sagt Adler. Als mutmaßliche Ursache nennt der EEW-Abteilungsleiter Verschleiß und Erdbewegungen. Die PVC-Leitung, die Trinkwasser aus dem Raum Obernfeld nach Duderstadt befördert, stamme aus dem Jahr 1972. Aus der Hauptleitung mit 25 Zentimetern Durchmesser seien rund 200 Kubikmeter Wasser ausgetreten, bevor die Zufuhr gestoppt worden sei. Der Rohrbruch ist jetzt ein Fall für die Versicherung und ein Tiefbauunternehmen, mit dessen Hilfe die EEW die Hauptleitung vor dem Krankenhaus erneuert.

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