Volltextsuche über das Angebot:

10 ° / 6 ° wolkig

Navigation:
Rollshausener Heiko Freckmann spart mit Dreifruchtfolge Winterfutter

Rinder im Raps Rollshausener Heiko Freckmann spart mit Dreifruchtfolge Winterfutter

Die Rinder von Heiko Freckmann stehen dieser Tage nicht da, wo man sie gemeinhin erwartet – friedlich grasend auf einer Weide – sondern mitten in einem leuchtend-grünen Feld. Wer in diesen Tagen zwischen Germershausen und Rollshausen unterwegs ist, kann die Rinder der Rassen Limousin (braun) und Charolais (weiß), die südlich der Kreisstraße 106 bis zu den Knien im Futterraps stehen, genüsslich schmausend sehen.

Voriger Artikel
Böhms übernehmen ehemaligen Kinosaal in Duderstadt
Nächster Artikel
Zwillingsmütter aus Duderstadt wollen Stammtisch ins Leben rufen

Seltener Anblick an der Straße zwischen Rollshausen und Germershausen: Freckmanns Rinder schmausen im Rapsfeld.

Quelle: Richter

Rollshausen. Haben sie ein Schlupfloch im Zaun ihrer Weide und damit einen Weg zum saftigen Raps gefunden? Mitnichten.

Die Tiere fressen den Raps mit Erlaubnis. Der Bernshäuser Heiko Freckmann baut, wie er es von seinem Vater Willi Freckmann gelernt hat, im Rahmen der Dreierfruchtfolge Futterraps im Anschluß an Weizen und Gerste an. Der Wechsel dient dazu, die Bodenfruchtbarkeit zu erneuern und zu erhalten.

Indem er den Rindern dieses Feld überläßt, gelingt es ihm, Winterfutter zu sparen. „Gäbe es den Futterraps nicht, müsste ich schon früher Winterfutter in Form von Heu, Stroh und Silage füttern. Jetzt muß der frische Raps nur mit etwas Trockenfutter ergänzt werden, damit bei den Tieren die Verdauung stimmt“, erklärt der Landwirt.

Aufwand ist größer

Trotz des Vorteils, Winterfutter zu sparen, sieht man Rinder nur selten wie bei Freckmanns im Rapsfeld. „Das mag auch damit zusammenhängen, dass der Aufwand dafür größer ist“, vermutet Freckmann. Das Grünfutter muß an Ort und Stelle durch Trockenfutter ergänzt und die Bereiche für die Tiere müssen auch immer wieder neu abgesteckt werden.

Der 41-Jährige hat den landwirtschaftlichen Betrieb 1996 von seinem Vater übernommen. Er entschied sich damals, die Milchkühe aufzugeben und stattdessen auf die Haltung von Tieren für die Fleischproduktion zu setzen. Neben den Rindern sind es heute Sauen und Heidschnucken, die das ganze Jahr über ihr Leben im Freien verbringen.

Anders als der Vater betreibt Freckmann den Hof mit seiner Frau Kathrin, Mutter Rosi und den Kindern Linda (11) und Lorenz (9) nur noch im Nebenerwerb. „Weil die Landfläche fehlt, um rentabel zu sein“, sagt Freckmann. Ausgebildet als Landmaschinenschlosser, arbeitet der Bernshäuser halbtags als Maschinenschlosser bei Ottobock, während Ehefrau Kathrin ebenfalls halbtags als Mediengestalterin bei Indula in Lindau tätig ist.

Ein weiteres Standbein hat die Familie seit zweieinhalb Jahren mit zwei Ferienhäusern im Ort.

Von Niklas Richter

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Apfel- und Birnenmarkt in Duderstadt

©Richter