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Rund 100 Interessierte nutzen Beratungsangebot in Duderstadt

Hörtests im Hörmobil Rund 100 Interessierte nutzen Beratungsangebot in Duderstadt

Das Hörmobil der Fördergemeinschaft Gutes Hören (FGH) hat am Mittwoch Station in Duderstadt gemacht. Rund 100 Interessierte, in der Regel über 50 Jahre alt, nutzten das Angebot zu kostenlosen Hörtests.

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Hörtest mit Kopfhörer: Klaus Fox (links) und Sascha Waldeyer.

Quelle: Richter

Duderstadt. In einer schalldichten Kabine setzten sie Kopfhörer auf, bevor mit einem speziellen Ton verschiedene Frequenzlagen abgetestet wurden. Sobald die Teilnehmer den Ton hörten, drückten sie einen Bestätiger.

„Bei den Tests haben wir  mehr hochgradigere Hörverluste festgestellt als in anderen Städten“, sagt Sascha Waldeyer, Inhaber des Fachgeschäftes Sattler Optik und Hörgeräte und FGH-Partner, auf dessen Einladung das Hörmobil in die Marktstraße gekommen war. „Man sollte spätestens ab dem 50. Lebensjahr alle drei Jahre eine komplette HNO-ärztliche Untersuchung vornehmen lassen“, empfiehlt Waldeyer. Ein Hörtest sei auch beim Hörgeräteakustiker möglich.

Der Verlust hoher Töne sei oft ein schleichender Prozess. Sprachrelevante Töne würden so dumpf oder gar nicht ankommen, dass es undeutlich klingt. Betroffene hätten das Gefühl, dass ihr Gegenüber nuschelt. Sie hörten das Zirpen der Grillen nicht mehr, das Zwitschern von Vögeln kaum noch oder sie würden den Fernseher lauter stellen. Gesprächen in lauter Umgebung könnten sie immer schwieriger folgen. Grund: Sie nehmen nur noch bestimmte Töne wahr – und das viel zu laut.

Um Hörminderungen vorzubeugen, rät Waldeyer beispielsweise dazu, keine extrem lauten, tiefen Basstöne an das Ohr heranzulassen. Discogängern empfiehlt er leichte, individuelle Otoplastiken, auch Ohrpassstücke genannt, die mit kleinen Filter ausgestattet sind. „Man kann sich trotzdem gut unterhalten, die basslastige Musik wird auf jeden Fall um 40 Dezibel reduziert“, so der Fachmann.

Zu den Besuchern des Hörmobils gehörte Klaus Fox aus Wolfenbüttel, der mit seiner Frau zu einem Treffen mit deren Schulfreundinnen nach Göttingen gefahren war und zum Kauf von Eichsfelder Wurst einen Abstecher nach Duderstadt gemacht hat. „Meine Frau sagt mir immer, dass ich ihr nicht richtig zuhöre oder ihr ist der Fernsehton zu laut. Jetzt habe ich zufällig das Hörmobil gesehen und mache einen Test“, berichtet der 76-Jährige. Er erhielt genau wie alle anderen Teilnehmer eine komplette Auswertung in Form eines Hörpasses, mit dem er zum HNO-Arzt-Arzt gehen kann und eine Empfehlung, wann er den nächsten Hörtest vornehmen lassen sollte.

Von Axel Artmann

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