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Runder Familientisch in Bilshausen besteht seit zehn Jahren

Ideen für Neues Runder Familientisch in Bilshausen besteht seit zehn Jahren

Angefangen hatte es 2005 mit einem trockenen Antrag: „Der Rat möge beschließen: In der Gemeinde Bilshausen wird ein Familientisch eingerichtet“, lautete die Formulierung. Zehn Jahre sind seitdem vergangen – und aus den nüchtern klingenden Worten ist ein lebendiges Projekt geworden.

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Familientisch veranstaltet Bürgermittagessen.

Quelle: Thiele

Bilshausen. Damals wie heute hatten die Initiatoren des Runden Familientisches im Sinn, die Bedeutung von Kindern und Familien in den Mittelpunkt des gesellschaftlichen Interesses zu rücken und dafür alle Institutionen ins Boot zu holen, die sich damit beschäftigen: Die Vertreter der Kirchen, von Wirtschaft und Vereinen, die „Junge Familie“ innerhalb der Kolpingfamilie, Schule, Kindergarten, Seniorenheim und Elternvertreter – die Liste derer, die als Akteure des Familientisches zu dessen Gelingen beitrugen und es noch heute tun, ist lang.

 
Dabei bestand ein Grundsatz der Initiatoren darin, nicht als Verein und nicht in hierarchischen Strukturen organisiert zu sein, berichtet Siegrid Jacobi, die sich von Beginn an für den Familientisch engagiert. Stattdessen sollte es ein offenes Angebot geben, bei dem jeder mitmachen konnte. „Somit sind wir in höchstem Maße flexibel.“ Entsprechend spielen bis heute die konfessionelle Zugehörigkeit oder die politische Ausrichtung der Aktiven keine Rolle. Die Bindung an die politische Gemeinde bestehe einzig darin, dass im Fachausschuss über die Aktivitäten des Familientisches berichtet werde und politische Vertreter im Lenkungsausschuss säßen.

 
Um Projekte starten zu können, seien zeitraubende Beschlussfassungen nicht nötig. So seien bereits Projekte vom Elternfrühstück über Backen für die Seniorenfeier bis hin zu Busfahrtrainings für Schüler realisiert worden.  
Derzeit, berichtet Jacobi, würden insbesondere die durch den Familientisch organisierten Erzählcafés gut angenommen. Aber auch die Willkommensbriefe für Neugeborene und Vorträge erfreuten sich großer Beliebtheit. Hinzugekommen sei zudem ein Bürgermittagessen, nachdem es bereits ein Familienabendbrot gegeben hatte. Die Nachmittagsbetreuung werde heute nicht mehr angeboten, da die Bilshäuser Grundschule mittlerweile zur Ganztagsschule geworden ist – somit sei der Bedarf nicht mehr gegeben. Für die Zukunft haben sich die Aktiven des „harten Kerns“ vorgenommen, die Alleinerziehenden stärker mit einzubeziehen. Außerdem machen sich die Aktiven Gedanken darüber, ob der Familientisch als Plattform für die Flüchtlingshilfe dienen könnte, falls das Land Bilshausen Flüchtlinge zuweisen sollte.

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