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SPD: Betreuungsangebot ausweiten

Duderstadt SPD: Betreuungsangebot ausweiten

Die SPD-Fraktion im Rat der Stadt Duderstadt fordert die Stadtverwaltung auf, Konsequenzen aus einer Studie zur „Vereinbarkeit von Familie und Beruf für Eltern“ zu ziehen. Die Untersuchung hatte Versorgungslücken in Duderstadt aufgezeigt.

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Quelle: dpa (Symbolbild)

Duderstadt. Eine fortlaufende Ermittlung des Bedarfs am Krippen- und Kitaplätzen, die Flexiblisierung von Öffnungszeiten und die Erweiterung „zumindest einer Einrichtung“ sollten die Probleme aus dem Weg schaffen, meint Matthias Schenke, stellvertretender Vorsitzender der SPD-Fraktion im Rat. Er formulierte einen entsprechenden Antrag, in dem er zudem fordert, auf Schließzeiten der Betreuungseinrichtungen in den Ferien zu verzichten, „beziehungsweise alternative Formen der wohnortnahen und kontinuierlichen Betreuung“ zu prüfen.

Schenke kritisiert, dass nach der Veröffentlichung der Studie keine Maßnahmen zur Verbesserung durch die Verwaltung ergriffen worden seien. Dies habe unter anderem jüngst zu einer „überstürzten Beschlussfassung“ geführt, als es um die Schaffung von 38 zusätzlichen erforderlichen Krippenplätze ging.

Weiterhin monierte er, dass im Ausschuss für Bildung, Kultur und Sport eine Ausweitung und Flexibilisierung der Öffnungszeiten in Kitas angeregt worden sei, die bisher keine Umsetzung gefunden habe. „Aus meiner Sicht ist es bedauerlich, dass berufstätigen Eltern kein Angebot gemacht wird, ihre Kinder kontinuierlich betreuen lassen zu können“, begründete er.

Auch um über Schließzeiten zu diskutieren, die Schenke als „nachvollziehbaren Missstand bezeichnet“, beantragt seine Fraktion eine weitere Behandlung im Fachausschuss. „Es ist Eltern oftmals nicht möglich, ihren Urlaub mit den Öffnungszeiten der Tagesstätten abzustimmen“, erklärt er. „Wir sollten nach Wegen suchen, Schließzeiten zu vermeiden“, regt er an.

Bettina Steinmetz von der Stadtverwaltung betont, es werde bereits an einer bedarfsgerechten Gestaltung der Kinderbetreuungsmöglichkeiten in der Stadt Duderstadt gearbeitet. Die politischen Gremien hätten einstimmig bekräftigt, dass die Zusammenarbeit zwischen kirchlichen und städtischen Kindergärten, „aber insbesondere auch der Tagespflege des Landkreises Göttingen“, intensiviert werden soll. Allerdings sei dafür eine finanzielle Tragfähigkeit die Voraussetzung. „Hier ist auch das Land Niedersachsen gefordert.“ Die Einrichtung von altersübergreifenden Kindergarten- und fünf Krippengruppen sowie die Ausweitung der Ganztagsbetreuung seien Zeichen des erweiterten Angebots. „Den vereinzelt gemeldeten Bedarfen stehen allerdings dann auch die Kosten gegenüber, die Eltern zu tragen hätten“, erklärt Steinmetz. Das Land übernehme per Gesetz 20 Prozent der Personalkosten. „Durch pauschalierte Sätze bewegt sich die Bezuschussung derzeit tatsächlich nur bei rund 17 Prozent“, erklärt sie. „Mit einem Nettobetrag von knapp 2,5 Mio. Euro beträgt der städtische Anteil deutlich über 50 Prozent.“

Eine Arbeitsgruppe des Landkreises, an der auch die Verwaltung mitwirke, habe es sich zur Aufgabe gemacht „Möglichkeiten verlässlicher Planungsgrundlagen zu sondieren und damit eine einheitliche und noch vorausschauendere Planung für die Kinderbetreuung zu ermöglichen“. Zudem werde in Abstimmung mit der Landesschulbehörde und dem Landkreis „intensiv daran gearbeitet, weitere Betreuungsmöglichkeiten zu schaffen“.

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