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Sabotage im Wald

Säger schlägt Alarm Sabotage im Wald

Der Wald im Bereich des Forsthauses Hübental darf zurzeit nicht betreten werden, weil dort Holz eingeschlagen wird. Die Hinweise und Absperrungen, die als Warnung für die Bürger angebracht wurden, finden aber laut Förster Joachim Säger keinerlei Beachtung.

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Lebensgefahr bei Missachtung der Warnung: Holzeinschlag im Forst Hübental.

Quelle: Blank

Breitenberg. Im Gegenteil. „Mehrmals täglich werden Trassierbänder zerrissen“, beklagt Säger. Auch die Warnschilder „Achtung Holzfällung. Betreten verboten. Lebensgefahr!“ seien wiederholt gestohlen worden. Darüber hinaus seien zu allem Überfluss auch noch Werkzeuge für die Waldarbeit wie Spalthammer und Spaltkeile gestohlen worden.

„So etwas habe ich noch nicht erlebt“, sagt Säger, der als Bezirksförster der Landwirtschaftskammer Niedersachsen seit fast 25 Jahren die Duderstädter Wälder betreut: „Dieses Verhalten ist nicht nur dumm und unverantwortlich, sondern gefährdet auch weitere Personen, die den Wald betreten.“ Die Schilder und Bänder richteten sich nicht gegen die Bürger, sondern dienten der Sicherheit. Das freie Betretungsrecht des Waldes werde lediglich zeitweise eingeschränkt, um schwere Unfälle zu vermeiden. Die Arbeiten mit Motorsägen und Rückeschleppern würden noch rund zwei Wochen andauern, teilt Säger mit. Auch an den Wochenenden, wenn die Arbeiten ruhen, dürfe der Wald nicht betreten werden. In den Kronen hängende, abgebrochene Äste könnten herunterfallen und Menschen verletzen.

Säger appelliert jetzt an die Vernunft der Bürger, sich zur eigenen Sicherheit an die Regeln zu halten und die laufenden Forstarbeiten nicht weiter zu hintertreiben. Das als Gaststätte dienende Forsthaus Hübental könne aus Richtung Duderstadt, Breitenberg oder Obernfeld normal erreicht werden. Generell verboten sei allerdings das Befahren von Waldwegen mit Kraftfahrzeugen. „Das gilt auch für den Asphaltweg durch den Forst Hübental von Breitenberg nach Rüdershausen“, sagt Säger und ärgert sich über eine massive Missachtung des Verbotes: „Trotz Sperrung wegen des Holzeinschlags ist die Fahrzeugfrequenz dort so hoch wie auf dem Gemeindeverbindungsweg von Breitenberg nach Obernfeld.“

Säger bittet auch darum, auf dem Holzpolterplatz, dem Sammelplatz für Langholz am Forsthaus, und vor anderen Holzstößen nicht zu parken. „Je weniger unsere Arbeit behindert wird, desto schneller können wir den Wald wieder für Spaziergänger freigeben“, betont der Bezirksförster: „Normalerweise stellen wir unseren Holzpolterplatz rechts des asphaltierten Weges gerne als Parkplatz für die Gäste des Forsthauses zur Verfügung.“ Derzeit sei das aber nicht möglich, um Holzlagerung und -abfuhr nicht zu behindern.

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©Richter