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Pfarrhaus erhält neues Erscheinungsbild

St. Servatius in Duderstadt Pfarrhaus erhält neues Erscheinungsbild

Große Gerüste und Planen sind Vorboten: Es tut sich etwas am Pfarrhaus der Kirchengemeinde St. Servatius. 20 Jahre nach der letzten Sanierung erhält die Nordfassade einen Neuanstrich, zugleich wird die Gefach-Verputzung überarbeitet.

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Quelle: JV

Duderstadt. Das im Jahr 1841 erbaute Gebäude wird sich unter denkmalschutzrechtlichen Aspekten wieder der früheren Optik annähern. Herausfallender Putz aus Gefachen war für den Kirchenvorstand der Impuls, die Arbeiten zu initiieren, sagt dessen Vorsitzende und Pastorin Christina Abel. Oberstes Ziel sei, die Baussubstanz zu erhalten. Der Neuanstrich soll in Grauschattierungen vorgenommen werden, wobei der Spruch und die Ornamente, die das Gebäude als Pfarrhaus ausweisen, erhalten bleiben. Finanziert werde das Projekt mit Mitteln aus der Städtebauförderung Bund, Land und Stadt, des Kirchenkreises Harzer Land, hinzu kommt ein Eigenbeitrag der Kirchengemeinde, so Abel.

Nachdem in der Kirchengemeinde die Entscheidung für die Sanierung gefallen war, habe der Kirchenvorstand Kontakt zur Stadt Duderstadt aufgenommen, um herauszufinden, ob das Vorhaben in die Städtebauförderung kommen könne. Für den Sanierungsträger BauBecon, der im Auftrag der Stadt Duderstadt die Antragsteller begleitet und berät, sei Michael Koch zu dem Ergebnis gekommen, dass die Arbeiten am Ensemble Marktstraße 6 förderungswürdig seien, da es „an einem besonders historischen Ort und als Pfarrhaus sehr prägenden Charakter für die Häuserzeile hat“, erläutert Abel. Koch habe auch angemerkt, dass es sinnvoll sei, die „dringend sanierungsbedürftigen Nebengebäude in die Maßnahme mit hineinzunehmen“. Folge: Auch die Garage und Laube auf der Rückseite des Gebäudes werden saniert.

Bei einem Vor-Ort-Termin zur neuen Farbgestaltung der Nordfassade hätten Repräsentanten des Amtes für Bau- und Kunstpflege Hildesheim der evangelischen-lutherischen Landeskirche Hannovers und des Niedersächsischen Landesamtes für Denkmalpflege sowie der zuständige Architekt Michael Schmutzer die Empfehlung ausgesprochen, die Fassade einfarbig zu gestalten. Dies würde historischen Erkenntnissen über das Gebäude nahe kommen. Diesem Vorschlag habe der Kirchenvorstand nicht zugestimmt. „Im Bewusstsein, dass wir in einer Fachwerkstadt leben, wollen wir das Fachwerk nicht verstecken“, so Abel. Das Gremium habe beschlossen, sich auf einen Kompromiss einzulassen, wonach das Gebäude nicht einfarbig gestrichen werde, die Farbkontraste aber zurückgenommen würden. Die beteiligten Ämter hätten ihr Einverständnis erklärt. Abel: „Es wird ästhetisch anders wirken, aber die Wirkung wird noch edler sein.“

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©Richter