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Sanierungsbedarf Duderstädter Bäder liegt bei 6,7 Mio. Euro

Kooperationspartner gesucht Sanierungsbedarf Duderstädter Bäder liegt bei 6,7 Mio. Euro

Eine über kurz oder lang anstehende Hallenbadsanierung kostet 3,1 Millionen Euro, eine Sanierung des Freibades 3,6 Millionen Euro. Ein Neubau an einem Standort mit kleiner Halle schlägt mit 16 Millionen Euro ohne Sauna zu Buche.

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Quelle: Thiele (Symbolfoto)

Duderstadt.  Das sind Ergebnisse eines Gutachtens, die jetzt im Stadtentwicklungsausschuss vorgestellt   wurden. Klar ist, dass nach 40 Jahren hohe Summen in Hallen- und Freibad investiert werden müssen, wenn sie gehalten werden sollen. Die jährlichen Defizite  der beiden Bäder in Höhe von rund 400 000 Euro werden derzeit durch Gewinne der Eichsfelder Wirtschaftsbetriebe (EWB) und durch Steuerersparnis durch den sogenannten steuerlichen Querverbund getragen. 

Die Eichsfelder Blockheizkraftwerk- und Bäder GmbH (EBB) ist eine EWB-Tochtergesellschaft. EWB-Geschäftsführer Markus Kuhlmann machte im Ausschuss deutlich, dass nach hohen Investitionen für Sanierung oder Neubau die zu erwartenden Jahresverluste von mehr als einer Million Euro von seinem Unternehmen nicht zu tragen sind.

Kuhlmann wies darauf hin, dass neue gesetzliche Vorgaben ohne Sanierung künftig nicht zu erfüllen seien. Das Freibad liege im Überschwemmungsgebiet mit problematischen Untergrund. Denkbar sei, ein Freibad mit minimalem Aufwand vorzuhalten, so Kuhlmann, oder eine kleine Halle möglicherweise in Kooperation mit Krankenkassen und Fitness-Studios anzubauen, um auch im Winter ein Schwimmangebot auf minimalem Niveau anbieten zu können. Das hänge aber davon ab, was links und rechts vom Freibad passiere. Eine Kooperation mit dem Unternehmen Ottobock sei wahrscheinlich nicht zu erreichen.

Die Kernbotschaft sollte sein, „wir wollen auch in Zukunft ein angemessenes Schwimmangebot vorhalten“, sagte Nolte. Der Ausschuss bestätigte noch einmal einstimmig diese bereits vom Stadtrat gesetzte Zielsetzung. Nach weiteren Sondierungen mit möglichen Kooperationspartnern sollen möglichst noch im Winter mögliche Alternativen im Aufsichtsrat vorgestellt werden. Nolte verwies auch auf noch ungelöste Fragen wie einem möglichen Feuerwehrhausneubau und dem Talwiesen-Freizeit-Projekt.

Vor dem Hintergrund des noch ausstehenden Südniedersachsenplans müssten alle Sondierungen fortgesetzt werden. „Wir wollen etwas zukunftsweisendes Neues entwickeln, müssen uns aber auch um den Bestand kümmern.“ Eine Sanierung ohne neue Strukturen sei „verbranntes Geld“, befürchtete Lothar Dinges (WDB).

Anders als ursprünglich geplant ist die Duderstädter Freibadsaison bereits am Montag beendet worden. Grund sei ein Defekt an der Chlordosierungsanlage, teilen die EBB mit. Dadurch sei es nicht möglich gewesen, den Betrieb bis Sonntag aufrecht zu erhalten. Das Hallenbad soll am Montag, 12. Oktober, öffnen. Eine Garantie für eine komplette Hallenbadsaison bei technischen Problemen mochte Kuhlmann im Ausschuss nicht geben.

 

Der Beitrag wurde am 21. September 2015 um 16:51 Uhr aktualisiert.

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