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Satzung für die Fußgängerzone in Duderstadt nimmt Gestalt an

Diskussion im Ausschuss Satzung für die Fußgängerzone in Duderstadt nimmt Gestalt an

Der Ausschuss für Stadtentwicklung, Umwelt- und Feuerschutz hat in seiner Sitzung am Dienstag den Beschluss des Ortsrats zur Gestaltung einer Satzung für die Duderstädter Fußgängerzone in weiten Teilen unterstützt.

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Einbahnstraße mit Schritttempo und Parkflächen an den Rändern: Auf begrenzte Zeit soll die Marktstraße befahrbar sein.

Quelle: Richter

Duderstadt. Drei Änderungen wurden eingebracht: Zum einen soll das Befahren der Fußgängerzone im Bereich der Unterkirche nur für Fahrzeuge mit einem Gewicht von weniger als 3,5 Tonnen möglich sein. Lothar Dinges (WDB) hatte sich für diese Änderung eingesetzt, ebenso wie für eine zeitliche Begrenzung der Öffnung der Fußgängerzone für den Einbahnstraßenverkehr. Während Dinges einen Zeitraum von 8 bis 18 Uhr vorgeschlagen hatte, wünschte Andreas Diedrich (CDU) eine Erweiterung auf die Zeit von 7 bis 19 Uhr. In dieser Form wurde die Änderung angenommen.

Der dritte Punkt betraf die Installation eines Pollers zwischen Mariensäule und Rathaus. Der Poller, mit dem Unberechtigte an der Einfahrt in die Fußgängerzone gehindert werden sollen, war bereits im Beschluss des Ortsrates vorgesehen. Der Fachausschuss ergänzte nun, dass es sich um einen versenkbaren Poller handeln solle. Ein zweiter Poller, der bereits mehrfach gefordert wurde, ist nicht vorgesehen.

Während der Sitzung hatte zunächst in Frage gestanden, ob es überhaupt zu einer Beschlussfassung kommen sollte. Einen entsprechenden Antrag hatte Wolfgang Hirschfeld für Bündnis 90/Die Grünen im Rat der Stadt eingebracht. Er beinhaltete, dass zunächst der vom Rat der Stadt Duderstadt eingesetzte Lenkungsausschuss sein Votum abgegeben sollte. Eine Diskussion im Ausschuss sollte stattfinden, aber keine Festlegung.

Schlussendlich einigten sich die Ausschussmitglieder aber doch darauf, über die Satzung abzustimmen. Sie nahmen den Vorschlag des Ortsrates inklusive der Änderungen bei zwei Gegenstimmen und einer Enthaltung mehrheitlich an.
Die neue Beschlussfassung sieht eine Beratung im Lenkungsausschuss noch im Vorfeld der nächsten Sitzung des Rates der Stadt vor. Dieser soll am Donnerstag, 28. Mai, tagen und endgültig entscheiden.

Grundlage der Beratungen im Ausschuss war der Beschluss des Ortrates. Frank Germeshausen (CDU), der darüber berichtete, appellierte an die Ausschussmitglieder und den Rat, den Vorschlag zu übernehmen. Ausschussvorsitzender Hermann Hesse (CDU) lobte, dass die Fraktionen einen Kompromiss erarbeiten konnten. Vorgesehen sind neben der  Installation des Pollers auch eine Einbahnstraßenregelung im Bereich der Unterkirche von der Spiegelbrücke kommend in Richtung Bahnhofstraße. Thomas Gerlach (USD) gab die Belastung des Westerturms durch den zu Verkehr zu bedenken und regte eine Prüfung an. Zudem wurde mehrfach darauf hingewiesen, dass in der endgültigen Satzung eine eindeutige Formulierung festlegen solle, dass es sich bei der Einbahnstraßenregelung um eine zeitlich begrenzte Maßnahme handeln solle. „Die Bürger werden richtig Bambule machen, wenn die Spiegelbrücke nicht wieder geöffnet wird“, prophezeite Dinges.

Neben Verkehr in Schrittgeschwindigkeit soll das Kurzzeitparken an der Spiegelbrücke und im Bereich der Bahnhofstraße erlaubt sein. Dies soll die durch den Umbau am Parkplatz Stern entstandene Parkplatzknappheit ausgleichen. Doris Glahn (SPD) bezweifelte, dass diese überhaupt existiere.

Die Satzung sieht vor, die Einhaltung der Regeln zu kontrollieren. Bürgermeister Wolfgang Nolte (CDU) kündigte an, dass unter anderem eine gemeinsame Kontrolle durch Polizei (für den fahrenden Verkehr) und Ordnungsamt (für den ruhenden Verkehr) geplant sei.

Er teilte während der Sitzung außerdem mit, dass die Genehmigung des Haushaltes der Stadt Duderstadt erteilt sei. Zudem informierte er die Mitglieder des Ausschusses über die Bewilligung von 800 000 Euro Landesmitteln für das Programm „Städtebaulicher Denkmalschutz“.

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