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Schleppender Start für Nachbarschaftsprojekt in Gieboldehausen

Scheu vor der Hilfe Schleppender Start für Nachbarschaftsprojekt in Gieboldehausen

Seit knapp einem Jahr ist die Obernfelderin Elisabeth Bruns bemüht, in der Samtgemeinde Gieboldehausen  ein Nachbarschaftshilfe-Projekt in Gang zu bringen. Die 45-Jährige hat eine Bestandsaufnahme gemacht, Netzwerkarbeit geleistet, Kontakte geknüpft, viele Gespräche geführt und Termine besucht. Die Vermittlung von Hilfeleistungen ist bislang jedoch auf Einzelfälle beschränkt geblieben.

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Luftbild von Gieboldehausen.

Quelle: Mischke (Symbolfoto)

Gieboldehausen. Bruns hofft, dass sich das durch Mundpropaganda und einen Flyer ändert, der jetzt in einer Auflage von 10 000 Exemplaren erscheint und größtenteils über das Mitteilungsblatt der Samtgemeinde an die Haushalte verteilt wird. Dort können Bürger ankreuzen, in welchen Bereichen sie Hilfe anbieten oder benötigen: Kinderbetreuung, Gartenarbeit, Tierpflege, Behördengänge, Vorlesen, Einkaufen, Fahrdienste oder Besuche und Gespräche.

Die Hemmschwelle sei groß, Hilfeleistungen anzunehmen, meint Bruns, die auf Honoarbasis arbeitet. Das habe sich in den vergangenen Monaten immer wieder gezeigt. In einzelnen Orten gebe es inzwischen Fahrdienste mit Mitfahrgelegenheit, in Obernfeld seien in der Adventszeit generationsübergreifende Aktionen wie gemeinsames Keksebacken vereinbart.

„Jeder Weg beginnt mit einem ersten Schritt“

Nach Aufstellung eines Einkaufskatasters inklusive rollender Supermärkte und Bäckermobile schwebt Bruns ab kommendem Frühjahr ein mobiler Marktplatz vor, um die Angebote zusammenzuführen. Zudem habe sich gezeigt, dass der Bedarf an Tagesmüttern sehr groß sei. In den Mitgliedsgemeinden hat Bruns vor allem Ratsmitglieder als Ansprechpartner. Der Landkreis Göttingen unterstützt den  Aufbau der Nachbarschaftshilfe mit einer zweijährigen Anschubfinanzierung.

„Lassen Sie sich nicht entmutigen“, sagte Norbert Leineweber (CDU) im Ausschuss für Jugend, Senioren und Gleichstellung. Dort stellte sich Bruns auch als neue Gleichstellungsbeauftragte der Samtgemeinde vor. Der Aufbau der Nachbarschaftshilfe sei eine schwierige Aufgabe, die Zielsetzung richtig, die Ansätze hoffnungsvoll, meinte Leineweber: „Jeder Weg beginnt mit einem ersten Schritt.“

Samtgemeinde-Bürgermeisterin Marlies Dornieden (CDU) betonte das Ziel, ein Netzwerk aufzubauen, das dann von selbst laufe: „Dafür brauchen wir Koordinatoren in den einzelnen Orten, die sich den Hut dafür aufsetzen.“

Elisabeth Bruns hat donnerstags von 16 bis 17.30 Uhr Sprechstunde im Gieboldehäuser Rathaus, Telefon 0 55 28/20 20.

Ansonsten ist die Koordinatorin der Nachbarschaftshilfe unter Telefon 0 55 27 / 99 75 61 oder 0160/ 93 39 59 87 erreichbar.

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