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Schonender Umgang mit Grundstoff des Lebens

Tag des Wassers Schonender Umgang mit Grundstoff des Lebens

In der Nähe des japanischen Katastrophenreaktor Fukushima wurden stark erhöhte Werte von radioaktivem Jod im Trinkwasser entdeckt. Aktuelle Meldungen wie diese schrecken auf. Weltweit haben aber eine Milliarde Menschen keinen Zugang zu sicherem und sauberem Trinkwasser. Darauf wird seit 1993 am 22. März, dem Tag des Wassers – heute häufig als Weltwassertag bezeichnet – immer wieder hingewiesen. Seit vergangenem Jahr ist das Recht auf Wasser und sanitäre Grundversorgung als Menschenrecht anerkannt.

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Hohes Gut Trinkwasser: Auf die Bedeutung für die Versorgung des Menschen wird mit dem Tag des Wassers hingewiesen.

Quelle: Blank

Die sichere und ökologisch verantwortbare Versorgung der Region mit frischem Trinkwasser hebt anlässlich des Weltwassertages die Eichsfelder Energie- und Wasserversorgungs GmbH (EEW) hervor – auch wenn das diesjährige Motto „Wasser für die Städte: Antwort auf urbane Herausforderungen“ nicht so recht zum ländlichen Eichsfeld passt. Die EEW als Regionalversorger gibt an ihre rund 48 000 Privat- und Gewerbekunden im Untereichsfeld jährlich etwa zwei Millionen Kubikmeter Wasser ab. Das entspricht einem Tagesverbrauch von rund 5500 Kubikmetern.

Der Kubikmeterpreis sei mit 1,25 Euro seit vielen Jahren stabil und liege in Südniedersachsen im unteren Bereich, teilt EEW-Geschäftsführer Reinhold Schneegans mit. Wichtigste Quelle für die Trinkwassergewinnung des örtlichen Versorgers sind die Rhumequelle, deren Wasser über eine Osmose-Umkehranlage aufbereitet wird, und acht Tiefenbrunnen bei Obernfeld, Renshausen, Pöhlde, Landolfshausen und Brehme im Obereichsfeld. Von dort bezog Duderstadt selbst zu DDR-Zeiten Trinkwasser. Der Härtegrad des Wassers, das aus Eichsfelder Leitungen fließt, bewegt sich mit 14 bis 18 im mittleren Bereich.

Die Wasserversorgung müsse in den Naturhaushalt einbettet werden, betont Schneegans: „Aus den Grundwasserbrunnen wird nur soviel Wasser entnommen, wie durch die Grundwasser-Neubildung aus Niederschlägen in den Einzugsgebieten ansteht.“ Das Wasserhaushaltsgesetz habe das Ziel, Wassergebrauch und natürliche Regenerationsfähigkeit des Ökosystems vor Ort in Einklang zu bringen. „Die Eichsfelder Energie- und Wasserversorgungsgesellschaft sorgt mit modernem Wasser- und Abwassermanagement für eine nachhaltige Wassernutzung und investiert jährlich rund eine Million Euro in Erhalt und Ausbau der Infrastruktur“, wirbt Schneegans für das kommunale Unternehmen.

Eine zentrale Rolle spiele auch vorbeugender Gewässerschutz, um die Qualität des Trinkwassers verlässlich auf hohem Niveau zu halten. Bereits seit den 90er-Jahren kooperiert die EEW mit Landwirten aus der Region.

Sorge bereitet Schneegans beim Blick auf die Klärung von Abwasser, dass es immer wieder zu Fehleinleitungen kommt: „Umweltbelastende Stoffe wie Öle und Lacke gehören nicht in den Wasserkreislauf, ebensowenig chemische Reinigungsmittel und Medikamente“, sagt der EEW-Chef: „Hier sind Politik und Bevölkerung gleichsam gefordert, unser wertvollstes Lebensmittel nachhaltig zu schützen.“ Nur so könnten auch nachfolgende Generationen vom hohen Gut Trinkwasser profitieren, macht Schneegans deutlich.

  Von Vereinten Nationen ins Leben gerufen
  Auf der 47. Vollversammlung der Vereinten Nationen wurde der Tag des Wassers 1992 ins Leben gerufen. Den Ausschlag dafür gab die Agenda 21, die im gleichen Jahr in der Konferenz für Umwelt und Entwicklung in Rio de Janeiro beschlossen worden war. In der Agenda wurden auch die Probleme und Notwendigkeiten einer nachhaltigen Wassernutzung behandelt. Der Tag des Wassers soll dazu beitragen, die Empfehlungen zum schonenden Umgang mit der lebenswichtigen Ressource auf nationaler Ebene umzusetzen und der Bevölkerung bewusst zu machen. Schwerpunktthema ist in diesem Jahr der weltweit wachsende Bedarf in Ballungsräumen und die dadurch drohende Übernutzung.
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