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Schrittweise Aufstockung

Thomas Oppermann Schrittweise Aufstockung

Einen Drei-Stufen-Plan zur Aufstockung der Kapazitäten am Bundespolizei-Standort Duderstadt hat am Montag SPD-Bundestagsfraktionsvorsitzender Thomas Oppermann präsentiert. Er hatte sich vor Ort über die Möglichkeiten einer Erweiterung informiert.

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Thomas Oppermann beim Stützpunkt der Bundespolizei in Duderstadt.

Quelle: Vetter

Duderstadt. Erster Schritt müsse es sein, die personelle Sollstärke zu erreichen, forderte er. Derzeit seien die drei Einsatzhundertschaften plus Unterstützungseinheit zu nur 66 Prozent belegt. Bei 123 Polizeibeamten, die eigentlich für eine Bereitschaftseinheit vorgesehen seien, fehlten also weit mehr als 100 Kräfte in Duderstadt. Er rechne damit, dass sich diese Lücke kurzfristig schließen lasse mit Personal, das sich derzeit in Ausbildung befinde.

Mindestens vier Einsatzhundertschaften

Zweiter Schritt müsse die Schaffung mindestens einer weiteren Einsatzhundertschaft sein. „Das steht in Übereinstimmung mit dem ursprünglichen Ziel der Bundespolizeireform“, begründete Oppermann. Darin sei festgelegt worden, dass jeder Standort über mindestens vier Einsatzhundertschaften verfügen sollte. An fünf Standorten in der Bundesrepublik werde diese Mindestanzahl derzeit nicht erreicht. Diese zu stärken habe er sich vorgenommen, so Oppermann. Für Duderstadt prognostizierte er eine Umsetzungszeit von drei bis vier Jahren.

Ein weiterer Ausbau und eine personelle Aufstockung darüber hinaus sei ein dritter Schritt, den er als langfristiges Ziel sehe, so Oppermann. Der SPD-Politiker fordert bis zu drei zusätzliche Einsatzhundertschaften in Duderstadt.

Genug Platz für Neubauten

Oppermann hatte sich am Montag während eines Rundgangs auf dem Gelände der Bundespolizei einen Überblick auch über die räumlichen Möglichkeiten einer Erweiterung verschafft. In Begleitung von Landrat Bernhard Reuter und dem Vorsitzenden der SPD Duderstadt, Matthias Schenke, erfuhr er von Friedrich Eichele, Präsident der Direktion Bundesbereitschaftspolizei, dass am Euzenberg derzeit rund 30 Hektar Fläche zur Verfügung ständen - Platz genug für Neubauten, die bei einer personellen Aufstockung nötig würden, sagte Oppermann.

Thomas Oppermann und Bernhard Reuter besuchen Bundespolizei in Duderstadt

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Auch die infrastrukturellen Voraussetzungen, Lage und die Zufriedenheit der aktuellen Polizisten, sowohl mit den Lebens- als auch mit den Arbeits- und Ausbildungsbedingungen seien Stärken des Standorts, Investitionen wie die in den Übungsbahnhof und die Wasch- und Fahrzeughalle Schritte in die richtige Richtung. Zudem stehe der Planungsprozess für die Erweiterung des Hubschrauberlandeplatzes kurz vor dem Abschluss.

Kräfte für den Notfall helfen

Reuter hob hervor, dass durch die im Bundesverkehrswegeplan vorgesehene Fortsetzung des Baus der örtlichen Umgehungsstraße die Anbindung nicht nur zur Autobahn 7, sondern auch zur A 38 gegeben sei. Zudem brachte er den Aspekt Katastrophenschutz ins Spiel. „Bis in die 1990er-Jahre haben wir uns in diesen Fragen auf die Bundeswehr verlassen“, erklärte er. Nun fehlten Kräfte, die im Notfall helfen könnten. Mit dem erweiterten Bundespolizeipersonal sei dies möglich. Auch Schenke unterstütze die Pläne Oppermanns ausdrücklich, sagte er: „Die Bundespolizei hat eine existenzielle Bedeutung für Duderstadt.“

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