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Schüler aus Duderstadt suchen genetischen Zwilling für Celina

Typisierungsaktion für krebskranke 17-Jährige Schüler aus Duderstadt suchen genetischen Zwilling für Celina

Aus einem Schulprojekt könnte am Freitag, 22. Januar, eine lebensrettende Maßnahme werden: Vier Schüler der Berufsbildenden Schulen organisieren zu diesem Tag eine Typisierungsaktion für Celina, eine Jugendliche aus Moringen.

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Die BBS-Schüler mit einem Bild von Celina und dem Northeimer Musikproduzenten Nils Brandt.

Quelle: Richter/Oschmann

Duderstadt. Ursprünglich war es der übliche Auftrag zu einer Projektarbeit unter dem Motto „Ideenwettbewerb“ gewesen, den die Schüler der Fachhochschule Wirtschaft und Verwaltung an den Berufsbildenden Schulen (BBS) in Duderstadt erhielten. Doch dann wurden Carlo Bonn (17), Jana Guder (18), Therese Elisabeth Käsehage (18) und Julia Kröger (22) in den Sozialen Netzwerken auf ein Problem aufmerksam: Blutkrebs. Kröger recherchierte im Netz und stieß auf die Deutsche Knochenmarkspenderdatei, die sich um die Vermittlung von Spendern bemüht.

In den sozialen Netzwerken erfuhr die Schülerin von Celina, einem Mädchen, dessen Schicksal alle Mitglieder der Arbeitsgruppe gleichermaßen berührte. Celina Krechsky ist gerade einmal 17, ebenso alt wie der jüngste der Schüler in der Projektgruppe. Doch eine heimtückische Knochenmarkserkrankung bedroht ihr junges Leben. Celina hat das Myelodysplastische Syndrom (MDS).  Ohne einen Stammzellenspender gibt es kaum eine Heilungschance.
Für die Jugendlichen ist Celinas Geschichte der Anlass für eine ungewöhnliche Aktion: Aus dem Schulprojekt machten sie eine Typisierungsaktion. „Wir suchen einen genetischen Zwilling für Celina“, gibt sich Kröger kämpferisch.
In Zusammenarbeit mit der Knochenmark- und Stammzellspenderdatei Göttingen (KMSG) der Universitätsmedizin Göttingen wollen die Schüler am Freitag, 22. Januar, so viele Menschen wie möglich in Duderstadt zusammenbringen, die sich typisieren lassen. „Wir wollen damit Celinas Überlebenschancen erhöhen“, sagt sie.

Im September hat sich die Arbeitsgruppe gegründet, seit Oktober stecken die Schüler bereits in den Planungen. Sie nahmen Kontakt mit der KMSG auf, organisierten den Raum in den Berufsbildenden Schulen  und die Verpflegung.
„Es ist nicht schlimmer als Blutabnehmen“, macht Kröger denjenigen Mut, die Angst vor der Typisierung haben. Ausgebildete Kräfte der Johanniter würden Blut entnehmen, das dann in die Registrierung gehe, sagt sie. Beteiligen könne sich im Grunde jeder, sagt sie. „Selbst Drogen- oder Alkoholabhängige können spenden, weil die Stammzellen aus dem Blut gefiltert werden.“ Jugendliche könnten ab 16 Jahren typisiert werden, bräuchten allerdings eine Einverständniserklärung der Eltern, fügt Käsehage hinzu. Als Spender kämen sie ab 18 Jahren in Frage.

„Wenn man einmal in der deutschlandweiten Datenbank verzeichnet ist, muss man sich nicht noch einmal typisieren lassen“, erklärt Kröger. Somit sei nicht nur Celina geholfen, sondern möglicherweise auch anderen Kranken, die auf eine Stammzellenspende warteten.

Derzeit führen die Schüler Gespräche mit möglichen Sponsoren. Jede Probe kostet 50 Euro, erklären die Jugendlichen. Sie sprächen Unternehmen und Händler in der Region an, um den Verein „Hoffnung“ mit dem Geld zu unterstützen, berichten sie. „Die Unterstützer sollen als Dankeschön bei der Typisierungsaktion auf Plakaten genannt werden“, kündigt Guder an.

Anmeldung per E-Mail

Eventuelle Sponsoren und mögliche Teilnehmer der Typisierungsaktion können sich mit den Schülern über die E-Mail-Adresse der Schule, mail@bbs-duderstadt.de, in Verbindung setzen. Im Betreff sollte das Stichwort „Typisierung Celina“ vermerkt sein. Die Typisierungsaktion beginnt am Freitag, 22. Januar, um 8.30 Uhr in den Räumen der BBS. Termine sollen bis zum Nachmittag möglich sein. Die Anmeldung sollte ebenfalls per E-Mail bis Montag, 11. Januar, erfolgen. ne

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