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Schüler und Lehrer an den BBS Duderstadt entwickeln Gestaltungsideen

Der Raum als dritter Pädagoge Schüler und Lehrer an den BBS Duderstadt entwickeln Gestaltungsideen

Schüler und Lehrer wollen mit vielen Ideen das pädagogische Gestaltungskonzept der Berufsbildenden Schulen (BBS) Duderstadt weiterentwickeln. Während eines Workshops haben sie ihre Vorstellungen an Modellen sichtbar gemacht.

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Workshop-Teilnehmer erläutern Schulleiterin Sabine Freese (l.) und Architektin Sigrid Stjerneby (vierte v.l.) die Modellentwürfe.

Quelle: IS

Duderstadt. Die vom Göttinger Planungsbüro Stjerneby überarbeiteten Ergebnisse werden in einen Masterplan einfließen, den die BBS ab 2016 in mehreren Schritten umsetzen möchte.

„Die Vorschläge sollen dazu beitragen, das bestehende Schulgebäude an neue Anforderungen anzupassen, Klassenräume, Flure und Aufenthaltsräume so umzugestalten, dass sie auf pädagogische Weise Teil des Unterrichts werden“, erklärt Schulleiterin Sabine Freese. Während einer Präsentation von Sigrid Stjerneby im Schulausschuss des Landkreises, bei der sie ihre Arbeit an anderen Schulen vorgestellt hat, „ist der Funke sofort übergesprungen“, berichtet Freese rückblickend. „Sie hat keine vorgefertigte Herangehensweise, jede Schule wird für sich individuell gesehen“, beschreibt die Pädagogin, was ihr an diesem konzeptionellen Ansatz gefällt. Ausschlaggebend seien für Stjerneby unter anderem die Raumsituation, Tradition und Entwicklung einer Schule, aber auch der Stellenwert, den das selbstorientierte Lernen hier bereits habe.

Bei einer ersten Begegnung in den Duderstädter BBS hätten beide Seiten sofort gemerkt, dass sie „miteinander können“. Nachdem der Landkreis die Mittel für den Einstieg in die konzeptionelle Weiterentwicklung bewilligt hatte, erläuterte die Architektin, Bildhauerin und Künstlerin der Schulgemeinschaft anhand von Beispielen ihre Vorstellungen vom „Raum als drittem Pädagogen“. 20 Lehrer und ebenso viele Schüler verschiedener Jahr- und Bildungsgänge, die sich freiwillig gemeldet hatten, bewerteten zum Auftakt der anschließenden Workshops den Ist-Zustand der Klassenräume, Flure, großen Aufenthaltsräume, Fachräume und der Cafeteria, um aus diesen Ergebnissen dann Wünsche zu formulieren und diese mit Hilfe von Modellen im Maßstab 1:25 anschaulich zu machen. Hierzu standen unter anderem  Muster für die farbliche Gestaltung, Fußbodenbeläge und Gardinen bereit, außerdem Prospekte, mit denen das gewünschte Mobiliar angedeutet werden konnte.

„Die Ideen sprudelten“, fasst Freese zusammen. Deutlich wurde, dass Flexibilität bei der Raumgestaltung für Schüler und Lehrer an erster Stelle steht. So wünschen sie sich multifunktional nutzbare Klassenräume. Die Möbel sollten es ermöglichen, verschiedene Raumsituationen zu schaffen. Weit oben auf der Wunschliste stehen Computerarbeitstische in Arbeitsräumen. Heizkörper sollten so überbaut werden, dass zusätzliche Sitzplätze entstehen. Vorschläge für die Cafeteria sind Stehtische und höhere Stühle, angeregt wurde außerdem der Bau einer Terrasse.

Lehrer und Schüler haben auf einige Flurwände der Modelle einen Sonnenaufgang gemalt, davor sind Sitzgelegenheiten angedeutet. In diesen loungeähnlichen Abschnitten könnten sich Arbeitsgruppen treffen, so die Teilnehmer. „Dies würde dem Ziel des selbstorientierten Lernens gerecht werden“, betont Freese.

Das Planungsbüro wird die überarbeiteten Ergebnisse der Workshops am Montag, 27. April, der Gesamtkonferenz präsentieren. Stjerneby und Freese wollen die Entwurfsideen in Verbindung mit einer ersten Kostenschätzung am Montag, 4. Mai, dem Landkreis vorstellen.

Von Axel Artmann

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