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Schülerinnen schütten Lichtstrahl aus Gießkanne

Technik-AG Schülerinnen schütten Lichtstrahl aus Gießkanne

Das Mädchen und Technik kein Widerspruch sind, können Schülerinnen am Eichsfeld-Gymnasium erleben. Seit Beginn des Sommerhalbjahres wird dort eine AG angeboten, bei der Mitarbeiterinnen von Otto Bock die Nachwuchsforscherinnen in die Welt der Technik einführen.

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Bauen ihren ersten Roboter: Julia, Marissa, Lina, Marie, Maja und Vivien.

Quelle: CM

Hochkonzentriert sitzen Julia, Marissa, Lina, Marie, Maja und Vivien im Physikraum um einen Tisch, auf dem viele kleine Teile verstreut liegen. Sie sind dabei, einen  Roboter von Lego Mindstorms zusammenzubauen. 

„Hier lernen die Mädchen verschiedene Sensortypen und Grundlagen der Programmierung kennen“, erklärt Medizintechnik-Ingenieurin Doris Körner, die das Kooperationsprojekt der Otto Bock HealthCare GmbH und dem Eichsfeld-Gymnasium in Gang gebracht hat.

Lebensnahe Experimente

Eine andere Gruppe Mädchen ist derweil im Chemieraum mit Experimenten beschäftigt. „Bei dem Versuch haben wir gelernt, dass Wasser Licht reflektiert“, erklärt Anika Ketzinger, nachdem sie einen Lichtstrahl aus der Gießkanne „geschüttet“ hat. „Auf die gleiche Art funktionieren auch Glasfasern“, ergänzt Textil-Ingenieurin Helle Hormes. Sie ist eine der neun Otto-Bock-Mitarbeiterinnen, die den Schülerinnen Technik-Know-How zwei Stunden wöchentlich auf spielerische Art und Weise vermitteln. Die Experimente und Aufgaben sind lebensnah gehalten. Die Mädchen lernen, dass in Alufolie eingewickelte Handys nicht erreichbar sind (Faradayscher Käfig) oder wie mit Hilfe des Computers Kniegelenke oder Handys konstruiert werden. 

Die Betreuung durch ausschließlich weibliche Expertinnen sorgt für einen Vorbild-Effekt. „So sehen die Schülerinnen, dass Frauen erfolgreich in technischen Berufen sein können“, sagt Körner. Die Otto-Bock-Frauen bringen Kenntnisse aus Orthopädie-Technik, Maschinenbau, Informatik, Elektronik oder Feinwerktechnik mit und decken ein breites Technik-Spektrum ab.

Körner hofft, die AG auch im nächsten Schuljahr anbieten zu können. Maria Ballhausen würde sich darüber freuen, genauso wie Klassenkameradin Julia Kurth: „Ich sehen sonst nur meinen Vater am Computer zeichnen.“

Von Björn Dinges

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