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Schülerprojekt „Man ist, was man isst“ in Gieboldehausen

Tomatenaugen und Paprikamund Schülerprojekt „Man ist, was man isst“ in Gieboldehausen

Kaffeeduft liegt in der Luft und mischt sich mit dem Geruch von Wurst, Käse und Obst. Schon über ihren Geruchssinn werden die Teilnehmer am Elternfrühstück im Familienzentrum St. Antonius auf das Thema des Treffens eingestimmt.

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Quelle: ef

Gieboldehausen. „Man ist, was man isst“ heißt das Projekt, von dem Eichsfelder Schüler des Beruflichen Gymnasiums der in Göttingen ansässigen Berufsbildenden Schulen Ritterplan am Freitag berichten. Die Zwölftklässler aus dem Zweig Gesundheit und Pflege haben kürzlich in den Gieboldehäuser Familienzentren St. Antonius und Heilige Familie gemeinsam mit Mädchen und Jungen, die im nächsten Schuljahr eingeschult werden, Essen zubereitet und ihnen Informationen zu gesunder Ernährung vermittelt.

„Sechs Prozent der Kinder in Deutschland zwischen drei und sechs Jahren haben Übergewicht, neun Prozent leiden an Fettleibigkeit“, benennt Schülerin Teresa Otto den Anlass für die Wahl dieses Projektthemas. Ursache für die Probleme ist eine ungesunde und falsche Ernährung, sagt die Obernfelderin.

„Ziel unseres Projektes ist, dass die Kinder auf ihre Ernährung achten und Lebensmittel grob in gesund und ungesund einteilen können“, erläutert Eric Neumann. „Uns war auch wichtig, dass die Kinder erkennen, dass viel Trinken wichtig ist, da unser Körper zu großen Teilen aus Wasser besteht“, so der Bernshäuser. Danach kommen Otto und die Gieboldehäuserin Alina Döring auf den Verlauf des Projektes zu sprechen, das mit einer Kennenlernrunde und einem Spiel begonnen hat, bevor nach dem Händewaschen und dem Abwaschen des Obstes das Zubereiten des Essens folgte. „Zum Schluss hatten wir einen fertigen Obstsalat und eine Gurkenschlange“, blickt Otto zurück.

„Beim Essen sagt mir meine Tochter jetzt immer, was gesund und ungesund ist“

„Beim Belegen der Brote waren die Kinder sehr kreativ, da kamen Gesichter mit Tomatenaugen und Paprikamund heraus“, erinnert sich Neumann. Entstanden ist im Zuge des Projektes auch eine bildliche Ernährungspyramide, die den Kindern zeigt, von welchen Lebensmitteln sie viel oder wenig essen sollten.

Bei den Eltern hat die Präsentation viel Anklang gefunden. „Das ist ein Super-Projekt. Meine Tochter war in der Gruppe und hat zu Hause ganz viel davon erzählt“, berichtet Michaela Diedrich aus Gieboldehausen. Besonders in Erinnerung geblieben seien ihr die mit Gemüse gestalteten Gesichter auf den Brötchen.

„Beim Essen sagt mir meine Tochter jetzt immer, was gesund und ungesund ist“, erzählt Annette Engelhardt, ebenfalls Gieboldehausen kommt. Besonders stolz ist das Kind auf die Urkunde, die das Mädchen als Expertin für gesunde Ernährung ausweist, so die Gieboldehäuserin.

Lob für die Schüler kommt auch von Evelin Thiede und Monika Nickel, dem Leitungsteam der beiden Familienzentren: „Die Schüler und die Schule haben das sehr gut vorbereitet“, sagt Thiede und ergänzt: „Die Kinder haben das richtig gerne aufgenommen und waren ganz aktiv dabei, haben viel erzählt und an die Gruppen weitergegeben.“

Von Axel Artmann

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