Volltextsuche über das Angebot:

10 ° / 9 ° Regenschauer

Navigation:
Schützen ziehen vier Stunden durch Rhumspringe

Mit Zylinder und Sonnenbrillen Schützen ziehen vier Stunden durch Rhumspringe

Neue Schützenkönige sind Horst Künstler und Georg Jacobi. Mit dem Titel der Damenkönigin dürfen sich seit der Proklamation am Pfingstmontag Alena Monecke und Lara Jacobi schmücken. Ein stattliches Bild hatte sich den Zuschauern des traditionellen Schützenumzuges bereits am Pfingstsonntag geboten. Der Zug, bestehend aus etwa 300 Teilnehmern, setzte sich unter den Klängen von gleich zwei Kapellen in Bewegung.

Voriger Artikel
Naturbad in Seeburg eröffnet
Nächster Artikel
Neues Buch beleuchtet Sondergericht Kalisch mit Duderstädter Beteiligung

Feierliches Fahnenschwenken: Der Umzugstroß holt die zweite Damenkönigin des Vorjahres ab, Annkatrin Jacobi.

Quelle: Richter

Rhumspringe. Dabei traten die verheirateten Männer der Gemeinde in schwarz mit schwarzem Zylinder an – so etwas gibt es nur in Rhumspringe zu sehen. Als besonders farbenfroh sticht dabei der Junggesellenfähnrich aus der schwarz gekleideten Menge hervor: Seine Schärpe ist rot und die Schmuckbänder seines Zylinders flattern in rot-weiß. Für Christopher Jacobi war es der erste Auftritt als Junggesellenfähnrich, an seiner Seite den neunjährigen Finn Berkefeldt. Den Fähnrichen kommt während des Hauptumzugs eine besondere Rolle zu.

 
Beim Abholen der Majestäten zelebrieren sie das feierliche Fahnenritual zu Ehren der verschiedenen Majestäten. Zuerst schwenken die Männerfähnriche ihre schwarzen Fahnen, danach kommen die roten Fahnen der Junggesellenfähnriche zum Einsatz. Die Rituale wiederholen sich insgesamt viermal, bis alle Majestäten des Vorjahres abgeholt sind. Alle Beteiligten brauchten dafür einiges an Durchhaltevermögen, denn der Umzug quer durchs Bergdorf dauerte insgesamt vier Stunden. Allen voran spielte die Renshäuser Blasmusik auf, den Abschluss des Zuges bildete der Spielmannszug der Freiwilligen Feuerwehr Scharzfeld.

 
Neben den schwarz gekleideten Zugteilnehmern, viele davon mit dunklen Sonnenbrillen, aus der Realgemeinde als Ausrichter fielen die Schützen durch ihre traditionelle grün-graue Uniform auf. Außenstehenden erscheint die Trennung zwischen Schützen und Realgemeindemitgliedern erstmal verwirrend: „Die Schützengesellschaft kümmert sich um den Schießbetrieb, aber auf die Königswürde kann jeder schießen“, erklärt die Vorsitzende Christine Degener. Ausgeschossen wurden je zwei Königspaare, auch das ist eine Besonderheit.

Foto: Richter

Zur Bildergalerie
Voriger Artikel
Nächster Artikel
Feuerwehrübung in Krebeck

©Richter