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Schützen feiern Jubiläums-Gottesdienst

Gieboldehausen Schützen feiern Jubiläums-Gottesdienst

Kirche und Schützenwesen im Einklang: Mitglieder der Schützenbrüderschaft St. Sebastian von 1542 Gieboldehausen, der örtlichen Schützengesellschaft von 1954 und weitere Gläubige haben am Freitagabend zur Eröffnung des Schützen- und Volksfestes gemeinsam Gottesdienst gefeiert.

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Schützengottesdienst in der St.-Laurentius-Kirche in Gieboldehausen.

Quelle: Helge Schneemann

Gieboldehausen. „Die Stunde in der Kirche lässt uns noch einmal zur Ruhe kommen“, sagte Pfarrer Matthias Kaminski. Den Teilnehmern des Gottesdienstes könne bewusst werden, „dass nicht die Menge des Bieres und auch nicht die Lautstärke der Musik und vieles andere mehr die entscheidenden Dinge beim Schützenfest sind“. Wichtig sei, „wie wir uns als Christen auch in diesen Tagen begegnen, ob wir ein Herz und den rechten Blick füreinander haben, ob wir Rücksicht nehmen, gemeinsam feiern und ob wir einladend sind“.

Kaminski erinnerte daran, dass es ein ganz besonderes Schützenfest sei, mit dem 475 Jahre Schützenbruderschaft und 50 Jahre Fanfarens- und Spielmannszug gefeiert würden.

Schützenvereinigungen bildeten „ein heilsames Gegengewicht gegen die Schnelllebigkeit unserer Zeit, die uns mit ihren raschen Veränderungen häufig so atemlos werden lässt.“ Wenn es Schützen gelinge, Menschen zusammenzubringen und Gemeinschaft zu stiften, dann sei das „ein ganz wichtiger Dienst für das Gemeinwohl“.

„Besonderer Höhepunkt“

Im Flecken sei das Schützenfest immer noch ein „besonderer Höhepunkt“ im Jahr. „Hier begegnet man sich. hier trifft man sich, hier wird Gemeinschaft gepflegt“, fasste der Geistliche seine Eindrücke zusammen.

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Kirche und Schützenwesen im Einklang: Mitglieder der Schützenbrüderschaft St. Sebastian von 1542 Gieboldehausen, der örtlichen Schützengesellschaft von 1954 und weitere Gläubige haben am Freitagabend zur Eröffnung des Schützen- und Volksfestes gemeinsam Gottesdienst gefeiert.

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Er dankte den Sankt Sebastianern dafür, dass Tradition und Brauchtumspflege bei ihnen im Jahresablauf einen Platz finden würden. „Nur wer seine Wurzeln kennt, hat auch eine lebenswerte Zukunft mit einem Fundament, auf dem er bauen kann“, betonte Kaminski. Ein Blick in die Chronik mache deutlich, dass ein aktives Glaubensleben zum wesentlichen Bestandteil der Bruderschaft gehöre, in der ein „menschenfreundlicher Geist weht“. Die Bindung an die Kirchengemeinde zeichne die Bruderschaft aus. Er appellierte an die Mitglieder, dafür einzutreten, dass christliche Werte auch in Zukunft in der Öffentlichkeit zum Tragen kommen. Sie sollten auch weiterhin einen Blick füreinander haben und stets zur Versöhnung bereit sein.

Nächstenliebe und Barmherzigkeit

Nach dem Gottesdienst gingen die Teilnehmer zum Ehrenmal. Begleitet von Fahnenabordnungen der örtlichen Vereine legten Mitglieder der Schützenbruderschaft einen Kranz nieder. Zuvor hatte sich deren Vorsitzender Martin Creutzig bei Kaminski für die „tolle Predigt“ bedankt. „Wenn wir die Nächstenliebe und die Barmherzigkeit offen und tolerant unabhängig von der Hautfarbe und dem Glauben des anderen in die Welt tragen, kann diese nur besser und friedlicher werden“, sagte Creutzig.

Musikalisch angeführt vom Waldarbeiter-Instrumental-Musikverein St. Andreasberg zogen rund 170 Menschen nach der Zeremonie am Ehrenmal zum Festplatz. Dort gestalteten junge Mitglieder der Schützenbruderschaft eine Disco-Party.

Von Axel Artmann

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