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Schulprojekt leidet unter Vandalismus

Leerensche Rinne Schulprojekt leidet unter Vandalismus

Es ist nicht das erste Mal, dass Karl-Josef Merten die Polizei einschalten musste. Der Lehrer der St.-Ursula-Schule ist zunehmend frustriert, dass es immer wieder zu Verwüstungen und Zerstörungen in der Leerenschen Rinne kommt. Dort engagieren sich Schüler seit 25 Jahren für den Naturschutz.

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Total vermüllt: Schüler räumen den Grillplatz auf.

Quelle: r

Duderstadt. Nach den Osterferien erlebten die Schüler gleich mehrere böse Überraschungen. Beim Pflanzen einer Winterlinde stellten sie fest, dass wieder einmal ein Baum aus der Reihe mit Bäumen des Jahres zerstört worden war. Die 1994 gepflanzte Eibe wurde mit einer Axt kurz und klein geschlagen, die Baumreste ebenso wie eine total demolierte Informationstafel in die angrenzende Hecke geworfen.

Grillplatz vermüllt

Eine weitere künstlerisch gestaltete Holztafel am Beginn der Baumreihe, die die Schüler in der Winterpause renoviert hatten, konnte nicht wieder befestigt werden: Einer der neuen Pfosten war abgebrochen worden. Den „Zwergengrund“ mit Sitzgruppe und Grillplatz, der als außerschulischer Lernort genutzt wird, fanden die Schüler bei der Frühjahrsputz-Aktion der Stadt mit leeren Verpackungen und Flaschen vermüllt vor.

Im Naherholungsgebiet Leeren am Verbindungsweg zu Gut Herbigshagen haben die Schüler unter anderem Schulwald, Streuobstwiese und Benjeshecken angelegt, mit QR-Codes versehene Jahresbäume gepflanzt und Infotafeln aufgestellt, führen Pflegearbeiten und Naturexkursionen durch.

„Von Anfang an hat es immer wieder mutwillige Zerstörungen gegeben“, beklagt Merten: „Der Vandalismus kommt und geht in Wellen, das Ausmaß ist aber extremer geworden.“ Gleich dreimal wurde ein Gingko-Baum gepflanzt und von Unbekannten wieder zerstört, ein weiterer nachgepflanzter Lebensbaum im vergangenen Jahr entwendet.

Aufräumen - einfach so

Mehr noch als der finanzielle Schaden ärgert Merten der Frust der Schüler: „Sie engagieren sich für die Natur, und hier wird demonstriert, was man davon hält“, sagt der Projektleiter: „... und die Schüler räumen auf, auch nach den Zerstörungen - einfach so.“

Party feiern und „die Sau rauslassen“ - wohlbemerkt auf einem Privatgrundstück in einem Landschaftsschutzgebiet - sei eine Sache, Dreck hinterlassen und zerstören, was andere aufgebaut haben, eine andere Sache. An Besucher des Naherholungsgebietes appelliert Merten, die Augen aufzuhalten und gegebenfalls die St.-Ursula-Schule oder die Polizei zu informieren.

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©Richter