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Schutz vor Regen und Tankstelle für Sonnenlicht

Kläranlage Duderstadt Schutz vor Regen und Tankstelle für Sonnenlicht

An der Kläranlage in Duderstadt wird gebaut. Über dem Klärschlammauffangbecken entsteht eine Halle, deren Dach in doppelter Hinsicht von Nutzen ist. Es schützt vor Regen und bietet reichlich Fläche für eine Photovoltaikanlage.

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Baustelle: Auf dem Gelände der Kläranlage in Duderstadt wird eine Halle über der Klärschlamm-Lagerfläche errichtet.

Quelle: Pförtner

Die Eichsfelder Wirtschaftsbetriebe GmbH (EWB) investiert in das 1973 errichtete und 1993 komplett umgebaute Klärwerk. Nachdem im vergangenen Jahr ein Faulturm eingerichtet wurde (Tageblatt berichtete), wird jetzt eine Fläche der Klärschlammanlage unter einem Dach „trockengelegt“.

Klärschlamm, der bislang unter freiem Himmel gelagert wurde, bevor er von Landwirten abgefahren wird, ist künftig vor Niederschlägen geschützt – was sich finanziell positiv für die Wirtschaftsbetriebe auswirkt, wie EWB-Geschäftsführer Reinhold Schneegans erläutert: „Je weniger Gewicht der Schlamm hat, desto kostengünstiger fällt für uns die Abgabe des Restschlamms an die Abholer aus“. Schließlich würden die Landwirte für das Abholen entlohnt.

Einen weiteren Vorteil wolle man sich bei der Überdachung der 23 mal 30 Meter großen Fläche zu eigen machen, berichtet Bernward Schütte, Messdienstleiter bei den EWB. Eine Photovoltaikanlage mit einer Gesamtleistung von 40 kWp (Kilowatt peak) soll auf der Südseite des Daches installiert werden. Zur Stromversorgung auf dem Gelände der Kläranlage selbst soll die gewonnene Energie effizient eingesetzt werden.

200 000 Euro lassen sich die Eichsfelder Wirtschaftsbetriebe die Investition kosten. 100 000 Euro seien für den Bau der Halle und 100 000 Euro für die Installation der Photovoltaikanlage geplant, erläutern Geschäftsführer Schneegans und Ingenieur Schütte in Gegenwart von Nicol Schröder, der auf dem Gelände der Kläranlage für den Betrieb verantwortlich zeichnet.

Vor drei Wochen haben die ersten Arbeiten an den Fundamenten begonnen. Mitarbeiter einer Spezialfirma sind inzwischen dabei, Holzbinder auf der Stahlkonstruktion zu installieren. Auf dem Dach sollen dann rotbraune Profilbleche verlegt werden, die den vorhandenen Gebäuden der Kläranlage angepasst sind.

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