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Schweigeminute in Osterode für Opfer von Paris

Stilles Zeichen der SolidaritätStilles Zeichen der Solidarität Schweigeminute in Osterode für Opfer von Paris

Mit einer Gedenkveranstaltung im Osteroder Rathaus haben sich Abordnungen aller Osteroder Schulen, Vertreter der christlichen Kirchen und der muslimischen Gemeinde sowie Lokalpolitiker für mehr Toleranz, ein friedliches Zusammenleben und Freundschaft stark gemacht.

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„Ich bin Charlie“: Haumann, Schröter, Becker, Mustafa Erden von der Islamischen Gemeinschaft Milli Görüs und Hunke (von links) bekunden ihre Solidarität. Foto: Stadt Osterode am Harz

Osterode. Die Schweigeminute galt dabei den Opfern der Terroranschläge von Paris, aber auch allen anderen Menschen, die unter Krieg und Gewalt leiden. Ausgegangen war die Initiative von der Rektorin der Hauptschule Neustädter Tor, Angelika Schröter, und dem Leiter der Kreismusikschule, Bert-Heinrich Hunke.

Schülerin Lina Haumann vertrat die Hauptschule Neustädter Tor: „Es tut mir weh, wenn ich daran denke, dass Hass so viel anrichten kann und Menschen so durch Hass manipuliert werden können“, sagte sie. Bürgermeister Klaus Becker bezeichnete den Anschlag auf die Redaktion des Satiremagazins Charlie Hebdo als einen Anschlag auf die gesamte Menschheit, gegen Toleranz und gegen ein „vielfältiges, buntes Miteinander auf unserer Erde“.

Er sprach von einer „Kriegserklärung gegen die Freiheit.“ „Was sind das für Menschen, frage ich mich, die für sich in Anspruch nehmen, im Namen ihrer Religion, egal welche es ist, zu töten?“ brachte er seine Fassungslosigkeit zum Ausdruck.

Viel zu verbessern in der Gesellschaft

Die Welt werde erst interessant durch verschiedenen Religionen, Ansichten, Hautfarben und Lebensumstände. Er sei stolz darauf, in einem Land zu leben, in dem das Grundrecht auf Meinungsfreiheit und Religionsfreiheit festgeschrieben seien und „im Wesentlichen auch gelebt werden“.

„Wir wissen alle, dass es auch in unserer Gesellschaft vieles zu verbessern gibt, aber ich bin sicher, dass sich auch nach den Terroranschlägen in Frankreich kein deutscher Muslim vor islamfeindlichen Übergriffen fürchten muss“, sagte er und verwies auf diejenigen, die gegen die Pegida und deren Ableger demonstrierten. „Je suis Charlie“, schloss er seinen Redebeitrag mit einer zum Schlagwort gewordenen Solidaritätserkläruung.

Als äußeres Zeichen der Verbundenheit verteilten Schüler Freundschaftsbänder in den Farben der Trikolore.

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©Richter