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Schwimm-Marathon im Hallenbad Duderstadt

Schwimmer lassen Spenden sprudeln Schwimm-Marathon im Hallenbad Duderstadt

Beim Debüt im vergangenen Jahr saßen die Eltern noch am Beckenrand, diesmal waren auch sie gefordert. Zwölf Stunden lang haben sich Schwimmer aller Generationen am Sonnabend im Duderstädter Hallenbad für einen guten Zweck ins Zeug gelegt. Bis Mitternacht währte der Benefiz-Schwimmmarathon.

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Schwimmspendenmarathon in Duderstadt: Eva Tamara Tiegs, Annalena Büchner und Laura Sophie Völker (v. l.) schwimmen mit.

Duderstadt. EBB-Chef (Eichsfelder Blockheizkraftwerk- und Bädergesellschaft) Markus Kuhlmann stand selbst im Kiosk, zu den ersten Schwimmern gehörte Förderschulleiter Martin Struck mit der Startnummer 13 („Wenn das kein Glück bringt“). Der Erlös des Karitativ-Kraulens und Benefiz-Brustschwimmens soll in die Pestalozzischule fließen. Der Schulförderverein wolle den Schulhof mit einem Sandkasten bestücken, sagt Struck und freut sich über das Hallenbad-Event: „In Duderstadt funktioniert die soziale Gemeinschaft.“

Alle Schwimmstile erlaubt

Firmen haben für die Aktion im Hallenbad die Werbung mitfinanziert und Verpflegung für die Teilnehmer gesponsert, die DLRG wie im Vorjahr die Bahnen-Obleute gestellt. Nach der Registrierung bekamen die Schwimmer eine der fünf Bahnen zugeteilt, zur Unterscheidung Badekappen in verschiedenen Farben. Für jede Bahn in dem 25 Meter langen Becken gab es einen Strich, für jeweils 100 zurückgelegte Meter spendet die EBB zehn Cent, als Zusatzanreiz konnte sich jeder Teilnehmer ab 500 Metern kostenlos eine Fliese fürs Freibad gestalten. Unterbrechungen waren ebenso erlaubt wie alle Schwimmstile, nur Flossen-Doping untersagt.

„Die meisten machen nach 500 bis 1000 Metern erst einmal Pause oder hören auf“, sagte Schwimmmeister Uwe Tuma, der die Aktion von Anfang bis Ende begleitete. Wegen Kopfschmerzen nach einigen Runden abbrechen musste Felix (8) aus Desingerode. „Jede Bahn zählt“, tröstete ihn seine Mutter. Tom Blank (10) war stolz, zwei Kilometer geschafft zu haben, Ronja (10) war dabei, weil „ich etwas für andere Kinder tun möchte“.

Werbung für das Hallenbad

Mit dem Spenden-Schwimmen will die EBB auch die Bewegung fördern und Publicity für das in die Jahre gekommende Hallenbad machen. Das könnte selbst Spenden gebrauchen. Trotz Investitionen vom Hubboden bis zu Filtern und Pumpen besteht Sanierungsbedarf in Höhe von mehr als drei Millionen Euro. Darin noch nicht enthalten ist der Betonkörper des Beckens. Für den hat die EBB ein Zusatzgutachten in Auftrag gegeben, von dem die Gnadenfrist für die in den 1970er-Jahren gebaute Schwimmhalle abhängt. Diese Saison, die am 8. Mai endet, hat das Hallenbad erst einmal überstanden. Am 23. Mai öffnet dann wieder das Freibad.

285,5 Kilometer geschwommen
Beim Schwimm-Spenden-Marathon im Duderstädter Hallenbad haben am Sonnabend von 12 Uhr mittags bis Mitternacht 121 Teilnehmer 285,5 Kilometer zurückgelegt. Das Ergebnis vom Vorjahr, als 110 Teilnehmer 180 Kilometer geschwommen sind, wurde damit deutlich übertroffen. Allerdings waren diesmal nicht nur Kinder, sondern die ganze Familie gefragt. Die längste Strecke legte Holger Belz mit 27800 Metern zurück und erreichte damit fast Ärmelkanal-Niveau. Der ist an der schmalsten Stelle 34 Kilometer breit. Der ältestes Teilnehmer beim Spendenschwimmen war 73, der jüngste sechs Jahre alt.
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