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Sebastian Tränkner und Holger Belz zum Bürgerdialog der Bundesregierung

Ins Gespräch kommen Sebastian Tränkner und Holger Belz zum Bürgerdialog der Bundesregierung

Per Definition gibt es in einem Dialog immer einen Austausch zwischen zwei oder mehreren Personen. Im besten Fall werden Ideen und Meinungen gesammelt und sortiert und daraus Lösungsansätze entwickelt. Zu einem Dialog mit Bürgern in ganz Deutschland hat jetzt die Bundesregierung aufgerufen.

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Gastgeber des Bürgerdialogs: Belz und Tränkner (von links).

Quelle: Eckermann

Unter dem Titel „Gut leben in Deutschland – was uns wichtig ist“ kommen auch Eichsfelder zu Wort: Sie können sich an einer Veranstaltung am Mittwoch, 20. Mai, im Natur-Erlebniszentrum Gut Herbigshagen beteiligen. Gastgeber sind die Heinz-Sielmann-Stiftung und die Initiative Duderstadt2020. Über den Dialog vor Ort und die Rolle der Gastgeber sprach Nadine Eckermann mit Holger Belz (Heinz-Sielmann-Stiftung) und Sebastian Tränkner (Duderstadt2020).

Der Bürgerdialog ist ein Format, mit dem die Bundesregierung in verschiedene Regionen Deutschlands geht und ein Meinungsbild abfragt darüber, was die Menschen vor Ort unter Lebensqualität verstehen. Wer kann sich am Dialog beteiligen?

Belz: Im Grunde jeder. Wir haben am ersten Tag bereits 25 Anmeldungen erhalten, die von ganz unterschiedlichen Menschen kamen, darunter auch Schüler, was uns sehr gefreut hat. Am Dialog beteiligen kann sich, wer seine sehr persönliche Meinung weitergeben möchte, aber auch jemand, der etwas zu gesellschaftlichen Themen sagen möchte. Die Diskussion wird sicher spannend, da die Themen sehr offen angelegt beziehungsweise von den Teilnehmern eingebracht werden.

Tränkner: Die Themen sind sicher von Region zu Region unterschiedlich, das macht den Reiz aus. Für uns liegt ein Gewinn darin zu hören, was die Menschen hier bewegt und was sie unter Lebensqualität verstehen. Der Ablauf der Veranstaltung sieht vor, dass mit Hilfe der Moderatorin Julia Kropf vom Institut für Organisationskommunikation aus Berlin Themen geclustert werden. Dazu soll in Gruppen gearbeitet und diskutiert werden. Das ist ein ganz anderer Ansatz als im üblichen politischen Diskurs, entspricht aber vollständig der Philosophie von Duderstadt2020.

Belz: Der Dialog findet sonst in Bürgersprechstunden oder in öffentlichen politischen Sitzungen statt. Allerdings nehmen die Bürger diese Formen nicht sehr stark an. Der Bürgerdialog bietet da eine neue Möglichkeit, Demokratie zu leben, indem Meinungen geäußert werden können.

Die Bundesregierung hat sich zum Ziel gesetzt, die Ergebnisse nach der Auswertung in den politischen Prozess zu überführen und eventuell Maßnahmen einzuleiten. Ein ambitioniertes Ziel, das in Teilen kritisch gesehen wird. Was glauben Sie: Welche Auswirkungen kann der Bürgerdialog haben?

Tränkner: Zunächst einmal bin ich gespannt, welche Ideen kommen. Für uns als Duderstadt2020 wird sicher einiges dabei sein, das wir in unsere Arbeit einfließen lassen können. Die Aufgabe der Bundesregierung ist sicher eine ambitionierte. Wir werden sehen, wie damit umgegangen wird, wissenschaftliche Ergebnisse in Politik zu übersetzen.

Spielt für das Gelingen des Dialogs auch der Ort der Veranstaltung eine Rolle?

Belz: Sicher. Bei uns ist die Entscheidung für eine Bewerbung schnell gefallen. Schließlich ist das überregionale Interesse eine Adelung für unser Haus. Das Natur-Erlebniszentrum ist ein Ort, an dem man frei denken und frei reden kann. Mit Duderstadt2020 haben wir einen Partner, der auf Dialog spezialisiert ist.

Tränkner: Wir befinden uns am 20. Mai an einem Ort, der gut geschützt ist und sich im anregenden Kontext der Natur befindet. Die rund 100 Gäste, die wir erwarten, werden eine gute Arbeitsatmosphäre haben.

Anmeldungen sind noch bis  Donnerstag, 14. Mai, möglich. Nähere Informationen sowie das Online-Anmeldeformular sind auf duderstadt2020.de zu finden.
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©Richter